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SYSTEMMITTEILUNG: Schwein gehabt!

Da häte ich doch beinahe hunderte von Euro für eine Anti-SPAM-Lösung für meinen Exchange-Server ausgegeben, die ich letztlich überhaupt nicht benötigt habe. Glück gehabt.

Was passiert ist?

Seit heute früh habe ich keine E-Mails mehr bekommen. Und zwar noch nicht mal die üblichen zweihundert Junk-Mails, die hier bis zum späten Vormittag für gewöhnlich aufschlagen. Stutzig geworden, habe ich mir über diverse Accounts selbst E-Mails gesendet – die kamen auch nicht an.

Okay, wird wohl der ASSP-Proxy sein, dachte ich. Also hab ich den Dienst beendet und neu gestartet – nix. Es gab aber auch keine Fehlermeldungen, es kamen schlicht keine Mails durch. Ein kurzes Umstellen auf den Exchange-Server hat auch nur bestätigt, dass es Exchange nicht sein kann – binnen Minuten kamen Mails.

Der nächste Schritt war dann, per Telnet zu versuchen, mir Mails zukommen zu lassen. Hat funktioniert, es ist alles angekommen. Das war der Moment, in dem ich seeeehr nachdenklich wurde – wieso kommen Mails per Telnet durch, per externem Mailserver aber nicht? Also hab ich den Operator! angerufen – bei dem kamen dann nicht mal die Telnet-Mails durch. Er jedoch erhielt eine Fehlermeldung, die inhaltlich besagte, dass keine Ressourcen frei wären.

WTF? Auf dem Systemlaufwerk waren mehr als 1 GB frei, auf der Datenpartition sanfte 280 GB?! Unverständlich, aber auch durch das irritierte und nervöse Augenrollen änderte sich nix. Aus einem unerfindlichen Grund schien ASSP komplett zerschossen zu sein.

In dem Moment erinnerte ich mich an ein Posting des Kollegen Wille über eine Anti-SPAM-Lösung für den Exchange. Also hab ich mir die Testversion geladen, installiert und konfiguriert und wurde innerhalb von Sekunden mit E-Mails überschüttet. Und eine nette Administrationsoberfläche hatte das Teil! Herrlich! Nur SPAM- / Anti-SPAM-technisch ist es grauenvoll zu konfigurieren, was mich dann nicht wirklich in Ruhe ruhen ließ.

Also hab ich mir die neueste ASSP-Lösung geladen, über die scheinbar kaputte Lösung drüber installiert – und plötzlich lief auch mein gewohnter Anti-SPAM-Proxy wieder.

Hach, es sind die kleinen Dinge im Leben, die mich glücklich machen. :-)

Outlook 2007 macht mich weich

Eigentlich ist Outlook 2007 ein tolles Programm und ich möchte es nicht mehr missen – es sei denn, es geht um den E-Mail-Empfang. Da schafft es Outlook 2007 mich regelmäßig in den Wahnsinn zu treiben, indem es das System tierisch verlangsamt. Cirka fünf bis zehn Sekunden kann man nichts machen und erst danach geht es weiter. Wenn man wie ich einige hundert SPAM-E-Mails am Tag bekommt, dann kann man kaum noch vernünftig arbeiten, wenn eine E-Mail aufschlägt.

Ich bin frustriert.

Tag eins mit Outlook 2007

Mark hatte Recht: SpamBayes und Outlook 2007 sorgen für ein ähnlich gutes Gefühl beim E-Mailen wie Thunderbird (alleine). Dabei kommt ein guter Teil des Wohlfühlgefühls vom SpamBayes-Plugin, denn das funktioniert einwandfrei auch mit Outlook 2007.

Besonders angenehm: Der Ordner Junk Suspects, in den SpamBayes alle E-Mails einsortiert, die nicht klar SPAM sind, aber dennoch Verdacht wecken. So landet nicht einfach alles im Junk-Mail-Ordner, sondern kann besser eingesehen und überwacht werden.

Ordner Junk Suspects

Ebenfalls fügt SpamBayes Outlook eine Symbolleiste hinzu. Mit deren Hilfe können E-Mails besonders einfach als Junk klassifiziert werden.

SpamBayes-Symbolleiste

Über den SpamBayes-Manager lassen sich grundlegende Einstellungen treffen – unter anderem können hier Ordner mit Junk-E-Mails und mit garantiert sauberen E-Mails definiert werden, anhand derer SpamBayes trainieren kann. Ebenfalls können die Ordner bestimmt werden, in die Junk- und Junkverdächtigen E-Mails einsortiert werden sollen.

SpamBayes Einstellungen

Aber auch ohne spezielles Training ist die Erkennungsrate großartig: Kein echtes False-Positive am heutigen Tage und nur vier junkverdächtige E-Mails, die dort nicht hingehört haben.

Für den ersten Tag aller Ehren wert. Outlook 2007 wird somit – zumindest bisher – deutlich besser benutzbar als Outlook 2003 mit dem statischen Filter. Ach so: Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn der Junk-Mail-Filter von Outlook ausgeschaltet ist.

Junk-Filter im Thunderbird vs. Junk-Filter im Outlook 2003

…macht bei mir ein 1% zu cirka 45%. Nämlich in Form von falsch klassifizierten E-Mails. Thunderbird ist da um Klassen besser als Outlook, zumal Outlook meine Whitelists stets ignoriert hat. Egal, welche Filterstufe aktiviert war – es waren stets falsche Treffer und unerkannte Junk-E-Mails zu verzeichnen.

Anders Thunderbird: Auch hier landen E-Mails im Junk-Ordner, aber das ist nur ein Bruchteil der E-Mails bei Outlook. In Zahlen: Bisher vier Stück. In mehreren Wochen. Bei einem E-Mail-Aufkommen von einigen hunderten (SPAMs mal mit eingerechnet). Da liegt für mich echt ein Vorteil.

Wenn Outlook 2007 das auch so gut kann, probiere ich es aus. Ansonsten halt nicht.

SPAM-Mafia besiegt Anti-SPAM-Firma

Die israelische Anti-SPAM-Firma Blue Security stellt mit sofortiger Wirkung ihr Anti-SPAM-Geschäft ein, nachdem mehrere Wochen massive DOS-Angriffe gegen sie gefahren worden sind:

http://www.zdnet.de/security/news/0,39029460,39143616,00.htm

So, damit haben wir den Beweis: Wenn die SPAM-Netze der Welt kooperieren, können sie unliebsame Gegner einfach virtuell wegbomben. SPAM Frei!

Aktueller SPAM-Koeffizient…

…am Freitag insgesamt 46 SPAM-Mails…

Danke! Danke! Danke!

Aber, liebe Spammer: Ihr lasst doch nicht etwa nach? Hat es was damit zu tun?