Archive for the 'Software' Category

Swing-Applikation unter Lion?

Neee, das geht von Haus aus nicht – Apple hat unter Lion in seiner Java-Implementierung eine Bibliothek entfernt, die von Swing-Applikationen für gewöhnlich benutzt wird, wenn sie das Standard-Swing-Look & Feel benutzen: JavaRuntimeSupport.jar. Ich persönlich habe es nicht geschafft, eine JDK-Version etwa für Snow Leopard oder Leopard ans Laufen zu bekommen und bekam dann charmante Fehlermeldungen a’la java.lang.Error: Cannot load com.apple.laf.AquaLookAndFeel.

Die Lösung für das Problem besteht gar nicht darin, irgendwelche Bibliotheken nachzuinstallieren, sondern lediglich die entsprechende Applikation (oder den entsprechenden Server) mit dem generischen Metal-Look & Feel zu starten, was man über die Kommandozeilenoption -Dswing.defaultlaf=javax.swing.plaf.metal.MetalLookAndFeel erreichen kann.

Luppt.

DOTNET: Meine Top #3 Entwicklertools

Klassisches Me-Too-Posting, aber vielleicht doch interessant. ;-) Nach Peter, Stefan und Jürgen (und einigen anderen, wie man hier nachlesen kann), hier nun auch meine Top #3 Entwicklertools.

  • An erster Stelle kommt bei mir ganz klar ReSharper in Version 4.1 – Refactoring-Features und Ergänzungen / Erweiterungen zur IDE, die sowohl für C# als auch für VB funktionieren. Ist jeden einzelnen Cent wert.
  • An zweiter Stelle kommt in jedem Fall VisualSVN als Quellcodeverwaltungstool. Damit kann ich gegen beliebige Subversion-Repositories arbeiten und halte meine Daten versioniert und synchron über Maschinen hinweg.
  • An dritter Stelle kommt bei mir kein echtes Tool, sondern ein Framework: NHibernate. Für mich DER .NET-O/R-Mapper schlechthin. Anders als das Entity-Framework kann man es ohne Umstände auch in existierende Objekthierarchien einbinden und auch an finsterste Datenbankschemata anpassen. Schnell, flexibel und was Mappings und Handhabung anbelangt kompatibel mit dem Java-Hibernate, so dass die Dokumentation hier einfach passt und man sogar mit kompletten Hibernate-Büchern arbeiten kann.

Gäbe es die Möglichkeit, mehr als drei Tools anzugeben, fielen mir spontan noch weitere Kandidaten ein: DotTrace als Profiler, iTextSharp für die PDF-Verarbeitung, NUnit als unabhängiges Komponententestframework oder auch die DevExpress-Windows-Forms-Steuerelementebibliotheken.

POLITIK: Ich bin schuldig!

Oh! Mein! Gott! Zensursula hat mich durchschaut, ich MUSS schuldig sein:

Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft

Okay. Machen wir aus den anderen 80% auch versierte Internetnutzer. Bitte befolgen Sie folgende Schritte:

Anleitung für gefährliches Wissen

Gehen Sie auf die Webseite www.hotspotshield.com.

Get Behind the Shield! Hotspot Shield by AnchorFree - Opera

Klicken Sie auf den Download-Button und laden Sie die angebotene Datei herunter:

Herunterladen der Datei HSS-1.15-install-anchorfree-76-conduit.zip

Entpacken Sie die Datei durch einen Rechtklick und die anschließende Auswahl von “Entpacken nach hier” aus dem Kontextmenü. Nun befindet sich eine EXE-Datei im Ordner:

InternetProfi

Führen Sie einen Doppelklick auf die EXE-Datei aus und folgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm. Um Ihre Kenntnis des Internets zu bezeugen, entfernen Sie einfach alle Häkchen auf Ihrem Weg durch den Installer.

Hotspot Shield 1.15 Setup

Hotspot Shield 1.15 Setup (2) Hotspot Shield 1.15 Setup (3) Hotspot Shield 1.15 Setup Hotspot Shield 1.15 Setup  (2)

Achtung: Als versierter Internetbenutzer kann es Ihnen geschehen, dass Sie über rote Warnhinweise stolpern. Das geschieht stets dann, wenn Sie potentiell böse Sachen machen wollen – etwa einen VPN-Treiber für Ihr System installieren möchten. Tun Sie dies, verhindern Sie beispielsweise die Nutzung der Internetfilterliste. Überlegen Sie also gründlich, bevor Sie bei der folgenden Meldung die Option “Diese Treibersoftware trotzdem installieren” auswählen:

Windows-Sicherheit

Nach einer Weile ist die Operation abgeschlossen:

Hotspot Shield 1.15 Setup  (3)

Wenn Sie die Option “Launch Hotspot Shield” aktiviert lassen, wird der VPN-Tunnel sofort aufgebaut. Anderenfalls haben Sie in Ihrem Startmenü unter “Alle Programme” > “Hotspotshield” den Eintrag “Hotspot Shield Launch”, den Sie einfach anklicken können. Ggf. müssen Sie das mit Administratorrechten machen (Rechtsklick > “Als Administrator ausführen”). Aber das wird Sie versierten Internetbenutzer nicht vor unüberwindliche Probleme stellen. :-)

So, fassen wir zusammen: Von der 80%-Masse zu den 20% gefährlichen Internetbenutzern sind es etwa zehn Minuten, ein Download und weniger als zwanzig Klicks.

Zensursula hat Sie sicher bald auf dem Kieker. Und das BKA auch. Und der Gröfaz Grimaz auch – denn der kann nun nicht mehr sehen, wo und was Sie ansurfen.

Sie gefährliches, verkommenes Subjekt, Sie!

Sollten Sie Schwierigkeiten mit Hotspot Shield unter Vista X64 (hier übrigens ein Hinweis, wie Sie das Problem mit dem TAP-Treiber lösen können und hier finden Sie eine Anleitung für eine manuelle Konfiguration) oder anderen Systemen haben, dann können Sie u.a. auch auf die kostenpflichtige (aber dafür ohnehin deutlich schnellere) Alternative PersonalVPN ausweichen.

Beiden Ansätzen gemein ist, dass Sie über einen Tunnel nicht mehr direkt über ihren Provider in Deutschland ins Netz gehen, sondern IP- und DNS-technisch als Amerikaner oder Brite handeln und mit entsprechenden Adressen unterwegs sind. Nebenbei ist die Verbindung verschlüsselt, so dass der Kollege Grimaz und die Freunde von BND und BKA hier nicht mitlauschen können. Strafbares Verhalten bleibt aber strafbares Verhalten, soviel sollte auch klar sein.

SYSTEMMITTEILUNG: Schwein gehabt!

Da häte ich doch beinahe hunderte von Euro für eine Anti-SPAM-Lösung für meinen Exchange-Server ausgegeben, die ich letztlich überhaupt nicht benötigt habe. Glück gehabt.

Was passiert ist?

Seit heute früh habe ich keine E-Mails mehr bekommen. Und zwar noch nicht mal die üblichen zweihundert Junk-Mails, die hier bis zum späten Vormittag für gewöhnlich aufschlagen. Stutzig geworden, habe ich mir über diverse Accounts selbst E-Mails gesendet – die kamen auch nicht an.

Okay, wird wohl der ASSP-Proxy sein, dachte ich. Also hab ich den Dienst beendet und neu gestartet – nix. Es gab aber auch keine Fehlermeldungen, es kamen schlicht keine Mails durch. Ein kurzes Umstellen auf den Exchange-Server hat auch nur bestätigt, dass es Exchange nicht sein kann – binnen Minuten kamen Mails.

Der nächste Schritt war dann, per Telnet zu versuchen, mir Mails zukommen zu lassen. Hat funktioniert, es ist alles angekommen. Das war der Moment, in dem ich seeeehr nachdenklich wurde – wieso kommen Mails per Telnet durch, per externem Mailserver aber nicht? Also hab ich den Operator! angerufen – bei dem kamen dann nicht mal die Telnet-Mails durch. Er jedoch erhielt eine Fehlermeldung, die inhaltlich besagte, dass keine Ressourcen frei wären.

WTF? Auf dem Systemlaufwerk waren mehr als 1 GB frei, auf der Datenpartition sanfte 280 GB?! Unverständlich, aber auch durch das irritierte und nervöse Augenrollen änderte sich nix. Aus einem unerfindlichen Grund schien ASSP komplett zerschossen zu sein.

In dem Moment erinnerte ich mich an ein Posting des Kollegen Wille über eine Anti-SPAM-Lösung für den Exchange. Also hab ich mir die Testversion geladen, installiert und konfiguriert und wurde innerhalb von Sekunden mit E-Mails überschüttet. Und eine nette Administrationsoberfläche hatte das Teil! Herrlich! Nur SPAM- / Anti-SPAM-technisch ist es grauenvoll zu konfigurieren, was mich dann nicht wirklich in Ruhe ruhen ließ.

Also hab ich mir die neueste ASSP-Lösung geladen, über die scheinbar kaputte Lösung drüber installiert – und plötzlich lief auch mein gewohnter Anti-SPAM-Proxy wieder.

Hach, es sind die kleinen Dinge im Leben, die mich glücklich machen. :-)

GOOGLE: Google Chrome – oder etwa nicht?

Jetzt wird es ernst mit der Welt Datenherrschaft. Google bringt seinen eigenen Browser.

Nö, das ist kein Me-too-Post, keine Sorge.

Kurz die Fakten: Google bringt mit Chrome einen eigenen Browser auf Basis von Webkit heraus. Webkit ist die Engine, die auch unter Apples Safari steckt. Google wird den Browser kostenlos abgeben (klar, was anderes erlaubt der Markt auch nicht) und der Browser wird speziell darauf fokussiert sein, die Einfachheit ins Browsing zurück zu bringen. Daneben hat er dann so tolle Features, wie etwa den Verzicht auf ein dediziertes Suchfeld (muss man auch nicht haben, läuft ohnehin alles über Google), den Verzicht auf die klassische Bookmark-Verwaltung, eine neue JavaScript-Engine und das Google Gears-Framework fest eingebaut.

Klingt gut, speziell wenn man auch das Feature der auf dem Desktop abgelegten Webapplikationen mit hineinrechnet.

Für mich klingt das aber eigentlich überhaupt nicht mehr gut. Ich fasse das mal mit anderen Worten zusammen:

  • Google bringt einen eigenen Browser, damit man anderen Browseranbietern kein Geld mehr für die Integration der Google-Suche bezahlen muss (Mozilla, Apple).
  • Google pusht mit diesem Browser seine eigenen Dienste, speziell auch die bisher total untergegangenen webbasierten Office-Dienste. Die Daten bleiben natürlich bei Google auf dem Server.
  • Google pusht mit diesem Browser sein proprietäres Gears-Framework, mit dessen Hilfe man angeblich auf Technologien wie Flash, Silverlight, u.ä. an vielen Stellen verzichten kann.
  • Google speichert in der Standardeinstellung (die die meisten Benutzer eh nicht verändern werden) alle Suchanfragen und besuchten Webseiten auf seinem Server.

Tut mir leid, aber das klingt grauenvoll. Datenschutz? Konkurrenz? Was ist das? Für mich sieht es so aus: Hier beginnt jemand, seine Marktmacht auszunutzen. Wer einmal angefangen hat, dem Datenkraken seine Daten zu überlassen, wird damit nicht aufhören. Er fördert damit das googlesche Geschäftsmodell der scheinbar freien Software (scheinbar deshalb, weil ja Daten und Informationen abgegeben werden), mit dem andere Firmen einfach nicht mithalten können, wollen sie nicht ebenfalls Datenkraken sein.

Der Google Browser wird seinen Weg machen, genau wie das neue Mobiltelefon-Betriebssystem Android, was genau nach den selben Ideen vorgeht: Scheinbar kostenlose Angebote, um den Preis der persönlichen Daten. Er wird wahrscheinlich in kürzester Zeit eine sehr bedeutende Rolle auf dem Markt spielen, denn neben Google pushen auch verschiedene andere Firmen diesen Ansatz. Er wird aber in letzter Konsequenz zu weniger Vielfalt, weniger Auswahl und mehr Missbrauch von Daten führen, denn die meisten Benutzer überlassen dem Anbieter so viele Informationen, dass dieser alles durch Werbung refinanzieren kann. Wer sich das antun möchte, der soll den Google-Browser installieren. Wer so verblendet von den vielen kostenlosen Goodies ist, mag sie nutzen.

Ich mag meine informelle Selbstbestimmung. Ich werde dieses Stück Software nicht installieren.

An alle anderen: Willkommen im Googlenet. Ihr habt es nicht anders gewollt.

DOTNET: VisualSVN

Ich habs gerade gekauft, nachdem ich es die letzten Tage intensiv getestet habe: Das VisualSVN-Plugin für Visual Studio. Damit geht aus dem VS heraus die Quellcode-Verwaltung gegen Subversion ohne Probleme – und anders als AnkhSvn nutzt VisualSVN die Explorer-Erweiterung TortoiseSVN.

Ich kanns nur empfehlen – zumal die Vollversion beim derzeitigen Umrechnungskurs schlappe 35,irgendwas EUR kostet.

SOFTWARE: Neue und kostenlose Versionen von FeedDemon und NetNewsWire

Die beiden – meiner Meinung nach – besten Newsreader für Mac und Windows, NetNewsWire und FeedDemon, sind jetzt in neuen und verbesserten Versionen verfügbar. Und das Beste: Ab sofort sind beide kostenlos. Unbeschränkt. Für immer.

Und wofür habe ich vor eineinhalb Monaten noch 29,– $ an NewsGator überwiesen? :-(

SOFTWARE: Raus aus der VM

Gestern abend hat es mir gereicht: Ich habe meine Entwicklungstätigkeit aus meiner VMWare auf den Host verlegt. War ja nicht mehr auszuhalten, was da in Sachen Performance abging (bzw. nicht abging), speziell wenn ich versucht habe, eine Windows-Forms-Applikation zu zaubern: Teils mehrere Minuten Aktualisierungsläufe vom Visual Studio, speziell beim Einsatz von transparenten Hintergründen eine Bildaufbaugeschwindigkeit, bei der man jeden Pixel zählen konnte, sowie regelmäßige Abstürze des Windows Form-Designers und daraus resultierender Verlust aller Steuerelemente eines Formulars (ja, die waren auch aus der .designer.vb-Datei raus).

Also habe ich mich hingesetzt und installierte…

  • …VS 2005 (0,75h)
  • …VS 2005 SP1 (1h)
  • …den VS 2005 SP1-Patch für Vista(0,25h)
  • …MSDN (0,25h)
  • …SQL Server Developer Edition (0,5h)
  • …IIS (0,25h)
  • …diverse Komponenten (0,5h)
  • …Refactor! Pro (0,25h)
  • …sämtlichen entwicklungsrelevanten Kram aus der VM (1,5h)
  • …Webapplikationen und Datenbanken (3h).

Danach noch VS 2005 konfiguriert und das Consolas Font-Package installiert (0,25h). Zusammen 8,5h – oder in Worten: Achteinhalb Stunden.

Boah, bin ich fertig. Ich bin dann heute nacht um 4.30 Uhr ins Bett und wurde um 6.30 Uhr wieder von meinen Kids geweckt. Aber wenigstens läuft jetzt erstmal alles – und wenn man sich daran gewöhnt hat, dass VS 2005 und SQL Server Management Studio stets mit Administrator-Rechten ausgeführt werden sollen, dann kann man auch durchaus produktiv arbeiten.

Mist, mir fällt auf, ich hab den SourceSafe vergessen. Nochmal ne halbe Stunde, bis alles installiert und konfiguriert ist. :-(

SOFTWARE: Alles neu macht der Sven!

Der SpeedCommander ist jetzt offiziell in Version 12 verfügbar, schreibt Golem. Die Beta-Tests sind also somit abgeschlossen und das gute Stück ist final. Download wie üblich beim SpeedProject und von dieser Stelle aus ganz lieben Gruß an Sven.

Gutes Tool, definitiv sein Geld wert.