Archive for the 'Off-Topic' Category

OFF-TOPIC: Sicherheitsprobleme am Flughafen?

Also, ich bin durchaus irritiert: Ich fliege öfter mit dem Flugzeug (leider), und habe es mir angewöhnt, von zu Hause aus einzuchecken. Bereits am Vorabend geht das und man kann sich in aller Regel einen wirklich brauchbaren Plartz sichern.

Meistens fliege ich mit Air-Berlin ab Tegel. Man stellt sich dann einfach an der Kontrolle an, geht bequem durch, wartet auf das Boarding, gibt dort seine zu Hause ausgedruckte Boarding-Card ab und steigt gemütlich ins Flugzeug ein.

Langsam, fehlt da nicht was?

Eine Ausweiskontrolle, etwa. Ja, die gibt es dann schlicht nicht. Weder bei der üblichen Durchsuchung, noch beim Zeigen der Bordkarte muss man sich in irgendeiner Art und Weise authentifizieren. Ist schlicht nicht nötig, keiner fragt danach.

Ohne jetzt irgendwelche kriminelle Energie aufzubringen: Es ist auf diese Art und Weise natürlich sehr einfach möglich, mit einer “zur Verfügung gestellten” (egal, ob freiwillig oder unfreiwillig) Kreditkarte unter Angabe beliebiger Informationen mit einem Flugzeug zumindest innerhalb von Deutschland zu reisen oder andere Aktionen zu begehen.

Und nein, das war kein Einzelfall: Ich habe es allein dieses Jahr jetzt schon zum zweiten Mal erlebt – das ist eine Trefferquote von glatten 100%. Echte gelebte Sicherheit also.

Was der Grimaz dazu wohl meint?

Wie auch immer: Zurück nach Hause fahre ich lieber mit dem Zug.

OFF-TOPIC: Betroffenheitsgeseier im Fernsehen

Momentan läuft auf RTL der Spendenmarathon. Wie üblich ist das ja grundsätzlich eine gute Sache, wenn nicht dieses andauernde Betroffenheitsgeseier der versammelten A-, B-, C-, … Z-Promis wäre, die sich telegen vor irgendwelchen leidenden Kindern oder sonstigen Bedürftigen aufstellen, ein mitfühlendes Gesicht aufsetzen und uns animieren wollen, Geld zu spenden.

Total verlogen, dieses Getue: Wenn die Herrschaften wirklich helfen wollten, dann würden sie sich auch übers Jahr für Ärmere und Schwächere einsetzen.

Stattdessen wird so ein “Event” (die Begrifflichkeit muss zwingend in Anführungsstriche gesetzt werden, schließlich wird der Mist von RTL, dem offiziellen Sender für CallBoys Grimaze geistig ausgedörrte Zeitgenossen, veranstaltet) genutzt, um die eigene Fresse in die Kamera zu halten, das eigene Projekt zu promoten oder einfach den eigenen Marktwert zu steigern.

Zum Mitmeißeln: Spenden ist gut, sinnvoll, positiv, wichtig.

Der Rest ist zum Erbrechen.

OFF-TOPIC: Wir fahren zur EM und die Inselaffen niiiicht!

Mensch, wer h=E4tte das gedacht: Die Inselaffen spielen Holland und bleiben=
im n=E4chsten Jahr zu Hause.

OFF-TOPIC: So muss shopping sein!

Das ist mal ein wirklich geiler Shop, auch wenn ich kein Wort verstehe (Achtung, benötigt den aktuellen Flash-Player).

Tipp: Mit der Maus mal über den blauen Becher fahren…

OFF-TOPIC: Kuttner und Kuttner sind wieder da – gemeinsam!

Wie geil ist das denn? Sarah Kuttner und ihr Vater Jürgen Kuttner werden ab 18. November wieder im Radio zu hören sein. Gemeinsam, auf Radio Eins (was ohnehin schon das König unter die Radios ist, auch wenn der Spruch vom zweitbesten Radio geklaut ist).

Mein Sonntag ist gerettet.

OFF-TOPIC: Gebt dem Mann was zu tun!

…denn er scheint sich brutal zu langweilen:

http://zifs.blogspot.com/2007/11/boreout-syndrom.html

Zum Glück geht es mir nicht so. Aber wenn es so wäre, würde ich relativ dringend über ein Gespräch mit dem Cheffe oder einen Jobwechsel nachdenken.

OFF-TOPIC: USB-Receiver für diNovo

Bereits seit eineinhalb Jahren nutze ich meine Logitech diNovo Cordless Desktop for Notebooks-Tastatur / Maus-Kombination. Sie ist klasse, sie ist sehr angenehm zu benutzen, sie ist im Ar***. Naja, nicht ganz im Eimer – lediglich der USB-Receiver ist weg. Komplett.

Also habe ich im Office jetzt eine Billig-Kombination von Cherry (ja, die haben früher mal ganz angenehme Tastaturen gebaut, aber das ist schon sehr lange her). Die taugt aber nicht wirklich viel, und deshalb will ich jetzt wieder einen Receiver für die diNovo haben. Aber Pustekuchen: Geht nicht, gibts nicht einzeln.

Momentan läuft eine Anfrage bei Logitech, aber machen wir uns nix vor: Da wird nix kommen. Und mindestens knapp 100,– EUR für eine weitere Kombination wollte ich eigentlich nicht ausgeben. Läuft aber wahrscheinlich darauf hinaus – oder weiß jemand, ob man einen Receiver eines anderen Logitech-Produkts (etwa die V250-Maus/Numpad-Kombination) verwenden kann?

Ich bin frustriert.

Update: Der Receiver der V250er-Kombination funktioniert. Jetzt bin ich wieder glücklich. Die olle Cherry liegt in der Ecke und darf sich die Welt aus dem Fenster anschauen – tippen werde ich mit der Möhre nicht mehr.

OFF-TOPIC: Ich hasse Halloween!

Boah, war das gestern nervend mit diesem Halloween-Mist: Den ganzen Nachmittag und Abend sieht man Callboys Viertel- und Halbwüchsige, die wirklichen alles und jeden nach Süßigkeiten anhauen. Hat man dann nix, werden sie pampig – so erlebt im SpieleMax in Pankow. Darüber kann ich aber bequem hinweg sehen – was schert mich das Elend anderer Leute.

Nervend wird es aber, wenn ich abends mit zwei total übermüdeten Kids nach Hause komme und feststellen muss, dass unsere Tür beschmiert ist. Weil wir nicht aufgemacht haben, als die Bratzen geklingelt haben. Ja, wie denn auch, wenn wir nicht da sind? War auch nicht das erste Mal – in den letzten drei Jahren ist das zwei Mal geschehen. Und da hört für mich alles, was irgendwie im entferntesten an Verständnis erinnert, auf. Total unklar, völlig plemplem, diese Baggage.

Und noch ein Wort zu Halloween an und für sich: Mich k*tzt es maximal an, dass der Handel seit einigen Jahren diesen “Feiertag” hier einführt. Dabei gibt es bei uns diese Tradition schlicht nicht. Aber das spielt ja keine Rolle – Hauptsache Kohle verdienen…

Echt, ich bin froh, dass der Mist für dieses Jahr vorbei ist.

OFF-TOPIC: Und ihr wundert euch noch über Politikverdrossenheit?

Ich habe gerade den Fehler gemacht, mal bei Maybritt Illner reinzuschauen. Thema war “Sozial ist, was Wähler schafft” – und Gäste waren unter anderem Andrea Ypsilanti (SPD), Norbert Röttgen (CDU), Klaus Ernst (Linkspartei) und Brigitte Seebacher (Ex-Ehefrau von Willy Brandt). Mal komplett abgesehen davon, dass hier mal wieder jeder an dem anderen vorbeispricht, waren einige Sachen enorm auffällig und nervend:

  • Die Witwe von Willy Brandt war nicht ein einziges Mal in der Lage, jemand anderem zuzuhören, sondern fiel ständig allen Sprechern ins Wort
  • Der Typ von der Linkspartei wurde ständig provoziert und von der Moderatorin abgewürgt. Der konnte nicht einmal einen Gedanken wirklich zu Ende bringen
  • Es kam ein Wirtschaftswissenschaftler zu Wort, der ernsthaft der Meinung war, dass eine Anhebung von Hartz IV auf irgendwas um 400 EUR die Leute dazu verleiten würde, noch weniger auf Arbeitssuche zu gehen, was an sich schonmal eine Frechheit ist, wenn man sich mal anschaut, wie weit man mit 400 EUR kommt
  • Der gleiche Wirtschaftswissenschaftler fand auch, dass 900 EUR für einen Vollzeitjob angemessen sind – rechne ich das mal auf 160 Stunden im Monat um, ergibt sich ein Stundenlohn von 5,62 EUR. Brutto, versteht sich.

Mal im Ernst: Man mag ja von den Linken und ihren Forderungen halten, was man will. Und man mag sie auch bekämpfen wollen und ihre Aussagen für nicht realisierbar halten. Völlig in Ordnung und völlig legitim.

Aber wenn man dabei vergisst, dass hinter diesen Forderungen (ebenso wie hinter den Mindestlohn-Forderungen aller möglichen Parteien) durchaus Realitäten stehen, dann ist das schon nicht mehr traurig, sondern ignorant. Und dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Leute die Schnauze voll haben, von Politikern, die sich mehr um parteitaktische Erwägungen scheren, als sich um die Bedürfnisse der Schwächeren zu kümmern. Und dann passiert genau das: Die Ränder werden immer stärker, weil sie als Korrektiv zu der großen trägen Mitte dienen.

Mein ganz persönlicher Eindruck ist: Die Leute sind keineswegs politikmüde. Die sind parteimüde und können die ganzen Kochs, Becks, Lafontaines, Merkels, Westerwelles, Bütikofers und deren Kollegen nicht mehr sehen. Die Meinung der großen Mehrheit auf der Straße ist doch, dass “die da oben” nur noch im eigenen Saft kochen und den Kontakt zum “einfachen Volk” schlicht verloren haben.

Und wenn ich dann solche Sendungen wie eben die Sendung vorhin sehe, kann ich das den Leuten nicht mehr verübeln – die Protagonisten haben in ihrer Ignoranz und ihrer Überheblichkeit alles getan, um diesen Eindruck zu verstärken.

Zum Heulen ist sowas.

OFF-TOPIC: Nein, nein, nein!

Ich habe heute maximale Tapferkeit bewiesen: Ich habe bei Vodafone den neue=
n Palm Treo 500v ausprobiert und nicht gekauft. Obwohl ich=
ihn h=E4tte gleich mitnehmen k=F6nnen. Und obwohl das Ger=E4t enorm geil a=
usieht und einen sehr angenehmen Eindruck macht. Nein, ich war tapfer und v=
ern=FCnftig.

Ich hasse mich selbst daf=FCr.

OFF-TOPIC: Feel good fast food

Das ist doch endlich mal was f=FCr so Typen, wie ich einer bin: =D6ko-Fastf=
ood, und das Ganze auch noch schonend zubereitet. Ein entsprechender Laden =
(RNBS) hat gerade hundert Meter von meinem B=FCro entfernt er=F6ffnet. Edel=
, reduziert und sauber ist das Ding schon mal optisch kein Vergleich mit de=
n g=E4ngigen Fastfood-Ketten.

Nun muss der Kram nur noch schmecken – aber das wei=DF ich erst in einer gu=
ten Stunde, wenn ich zu Hause bin und halt gegessen habe. Lecker riecht es =
aber schon mal.

Bei dieser Gelegenheit liebe Gr=FC=DFe an meinen Lieblings-=D6si-Bayern – S=
tichwort “Belanglos”. :-)

UPDATE: Essen war lecker, ich lebe noch. Der Laden ist gut!

OFF-TOPIC: Werbung im Fernsehen

Boah, was bin ich momentan pissig auf die Werbung im Fernsehen zu sprechen (gut, bin ich eigentlich immer). Besonderes Lowlight: Die Werbung für die Sparkassen-Altersvorsorge. Die mit dem Baby – wo die Ex-Freundin vor der Tür steht und dem Ex-Freund das Baby in die Hand drückt (schonmal eine Frechheit). Dann kommt die aktuelle Freundin, sieht das Baby und bekommt einen Anfall (kinderfeindlich). Dann kommt der Vermieter und kündigt die Wohnung – wegen “Verheimlichung einer Familie” (familienfeindlich). Und zuletzt furzt das Kind den Ex-Freund an (wieder kinderfeindlich).

Für mich als Vater zweier Kinder ist damit die Sparkasse in Sachen Altersvorsorge gestorben. Hat sich erledigt – ist nicht witzig und greift mich auf der ganzen Linie an.

Und ab dafür.

Mach nix draus!

Da hats mal wieder jemand nicht gelernt: Wenn schon Geld verbrennen Werbung schalten, dann doch so, dass man versteht, worum es geht. Hier versteht es niemand – und ich persönlich kann über soviel Kundenignoranz nur den Kopf schütteln. Und nachschauen, was die Typen da machen, will ich auch nicht.

Schade, dabei hätte es doch speziell mein Leben echt bereichert…

Update: Nö, hätte es wohl doch nicht. Denn unter www.yourcha.com befindet sich nix anderes als der x-te Aufguss eines Online-Bewerbungs- und Rekrutierungsportals. Weil es ja noch kein Monster, StepStone, JobPilot und wie sie alle sonst noch heißen, gibt. Boah, verschenkte Lebenszeit. Wie die Werbung.

Update 2: Spannend, was man alles im Web findet, wenn man mal den Suchbegriff “Yourcha” eingibt. Gleich der zweite Link sollte einem schon zu denken geben. “Datensammel-Portal” und “zwielichtige Jobvermittler” sind einige Begriffe, die da fallen.

Straßenbahnbenutzer registrieren!

Die Schwarzen fordern, alle Konvertiten zwangsweise zu registrieren. In =
einer zentralen Datei. Denn schlie=DFlich k=F6nnten die ja irgendwann =
Terroranschl=E4ge ver=FCben wollen. Sowas nennt man Generalverdacht.

Ich fordere, alle Stra=DFenbahnbenutzer zu registrieren und ihre Daten =
vierzig Jahre zu speichern, denn schlie=DFlich k=F6nnten Terroristen =
Stra=DFenbahn fahren. Und Bus. Und Fahrrad. Ja, genau, Fahrr=E4der. Das =
sind die Schlimmsten. Gleich wegsperren.

Arcor schützt!

Der f=FCr seine Kundenzufriedenheit bekannte Telekommunikationsanbieter =
Arcor hat in den letzten Tagen einen weiteren Mechanismus zur Steigerung =
der Sicherheit seiner Kunden aktiviert: Eine Firewall. Diese erf=FCllt =
zwei Aufgaben: Schutz vor Attacken aus dem b=F6sen Internet und Schutz =
der Arcor-Kunden vor den b=F6sen Seiten im Internet.=20

Ist doch toll, wenn man einen derart vorsorgenden =
Telekommunikationsanbieter hat, oder? Ich pers=F6nlich f=FChle mich bei =
Freenet unsicher, denn dort habe ich einen derartigen Schutz leider =
nicht und muss bef=FCrchten, irgendwann man aus =
Versehen
statt auf YouTube auf YouP**n zu landen. Gef=E4hrlich, =
gef=E4hrlich – denn schlie=DFlich steht zu bef=FCrchten, dass ich aus =
Versehen auch auf gef=E4hrliche =
verbotene kritische =
mi=DFliebige Webseiten zu anderen =
Themen =
gelange, bei deren Besuch ich auf Fehlinformationen hereinfallen =
k=F6nnte. Da lobe ich mir die vorsorgende Sicherheit von =
China Arcor.

Ob ich wohl aus meinem Freenet-Vertrag eher rauskomme?

Ja! Ja! Jaaaaaaaaa!

Hach, ich klinge vielleicht etwas orgasiatisch organismisch organisch stark erfreut, aber heute abend ist es soweit: KRÖMER IST WIEDER DA! Auch wenn jetzt der eine oder andere Bayer mit den Ohren wackelt und sich wundert, ob in China wieder mal ein Sack Reis umgefallen ist, das muss gebloggt werden!

Also, heute nacht, 0:35 Uhr in der ARD (der Sender, auf dem die Sportschau läuft): “Krömer – die internationale Show”. Ja! Ja! Jaaaaaaaaaaa!

(via Fernsehjunkies)

BildBlog-Werbespot

Einfach nur genial, der Werbespot f=FCrs BildBlog:

Lacher der Woche

Mein Lacher der Woche ist der Artikel im aktuellen SPIEGEL =FCber die =
In-St=E4dte in Europa. F=FCr Deutschland wird da Hamburg gef=FChrt. :-D

Kurze reflexive Phase

Ich hab die letzten Tage immer mal wieder über einen Punkt nachgedacht: Wie sind wir eigentlich von zehn, zwölf Jahren zurecht gekommen? Es gibt im Wesentlichen zwei Dinge, die für mich einen substanziellen Unterschied zu damals ausmachen:

  • Mobiles Telefonieren
  • Internet / WorldWideWeb

Zuerst ist es mir beim mobilen Telefonieren aufgefallen: Ich renne mittlerweile mit drei Telefonen rum. Zwei für meine BASE- und Genion-Flatrates und eines für das BASE-Internet-Flatrate-Surfen. Im Büro oder beim Kunden komme ich gar nicht so stark zum Telefonieren – das erledige ich meist alles unterwegs. In der U-Bahn, in der S-Bahn, im Bus, beim Laufen, im Coffeeshop. Insofern scheint es mir enorm wichtig zu sein. Andererseits: Es ginge auch ohne. Ich habe im letzten Jahr mehrfach auf die Telefonie verzichtet (Telefon vergessen, Akku alle, “Urlaub”). Man muss halt den klassischen Weg beschreiten: Termine machen und einhalten. Klare Absprachen treffen. Reeeeeeden. Also, ohne Mobiltelefon ginge (wäre nur schlecht wegen Kita oder wegen wenn irgendwas ist).

Dann das Internet. Ich bin seit 1990 in Mailboxen (ich sag nur: 1200 Baud Akustikkoppler am C64…), BTX (ja, das gab es mal, liebe Kinder) und seit 1995 im Internet unterwegs. Verdiene ja auch hier mein Geld. Und habe letztens überlegt: Wenn es das nicht gäbe (und das Internet im Jahre 1995 ist nun überhaupt nicht mehr mit dem Internet im Jahre 2007 vergleichbar, das war damals noch extrem unkommerziell – ob das nun zwingend schlechter sein muss, sei dahingestellt – und wesentlich übersichtlicher), dann würde ich mir immernoch Bücher in der Bibliothek leihen, statt sie bei Amazon zu kaufen. Ich würde immernoch, wenn ich beispielsweise in MUC bin, auf mein Lieblingsradio verzichten müssen. Ich müsste immernoch mich von irgendwelchen Callcenter-Agenten anpflaumen lassen müssen, wenn ich einen Flug oder eine Bahnreise buchen müsste. Ich hätte nicht die große, weite Welt der Information vor der Nase (Spiegel, CNN, N-TV, Heise, Golem, …) und vor allem: Ich wäre wahrscheinlich manipulierbarer, als ich es jetzt bin. Also, ohne Internet in der nachrichten- und servicetechnischen Ausprägung der letzten sechs, sieben Jahre geht es bei mir überhaupt nicht mehr.

Ein letzter substanzieller und existenzieller Unterschied zu vor zehn Jahren fällt mir ein: Mein Coffeeshop. Ohne den (oder den oder den oder den oder den oder den) geht es überhaupt nicht. Ich bin kein Homo sapiens mehr, ich bin ein Homo coffeeshopus. Da könnte ich wahrscheinlich eher noch aufs Internet verzichten, als dass ich keinen Grande oder Venti Caffee Latte mehr bekäme. Natürlich nur mit Extra-Shot.

So, reflexive Phase wieder vorbei.

Bahn fahren

In den letzten Wochen veranstalte ich ja quasi meine private Roadshow (Berlin -> München -> Berlin -> Riesa -> Berlin -> Bayreuth -> Berlin -> München -> Berlin -> München – und das waren nur die letzten drei Wochen…). Dabei bewegte ich mich für gewöhnlich per Auto (kürzere Strecken) oder per Flugzeug von A nach B.

Diesmal ist es anders: Soviel wie in den letzten Wochen bin ich noch nie Bahn gefahren. Und was soll ich sagen: Es wirkt! Ich bin entspannt (so man das bei den Strecken und dem Stress sagen kann), spare bares Geld gegenüber dem Flugzeug und bin selbst auf der Strecke München -> Berlin mit knapp sechs Stunden noch recht flott unterwegs. Die reine Zeit mag jetzt zwar lange klingen, aber selbst mit dem Flugzeug bin ich als preisbewusster Zeitgenosse erst ab cirka 20.30 Uhr in der Luft. Dann noch etwas mehr als eine Stunde fliegen und sich in der drangvollen Enge “wohlfühlen”. Vergessen wir nicht die zwanzig Minuten beim Aussteigen – da ist man, wenn eine Schulung in MUC um 16.30 Uhr aufhört – auch erst um 22.30 Uhr zu Hause. Mit dem Zug benötige ich (wenn ich um 17.00 Uhr fahre) nur eine halbe Stunde mehr, spare in der Regel mindestens 50,– EUR, fahre dennoch 1. Klasse, kann arbeiten und bin einfach nicht genervt.

Ich kanns wirklich nur empfehlen: Eine Reise mit der Bahn lohnt sich oftmals. Jedenfalls in der ersten Klasse – aber mit Bahncard hält sich der Aufpreis auch in Grenzen. Und Hartmut Mehdorn muss man ja nicht heiraten.

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