Archive for the 'Fail' Category

Das Projektvermittler-Elend

Wenn man im IT-Umfeld als Freiberufler oder kleine Firma unterwegs ist, dann stellt man schnell fest, dass viele größere potentielle Kunden nur noch mit Projektvermittlungsfirmen arbeiten. Deren Aufgabe besteht darin, dem Kunden die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für ein Projekt abzunehmen und ihm letztlich eine handverlesene Kandidatenliste vorzulegen, bei denen sicher ist, dass sie verfügbar sind und dass sie über die geeigneten Qualifikationen verfügen. Der letztlich ausgewählte Kandidat erhält einen (je nach Projekt) geringfügig bis deutlich geringeren Stundensatz, dafür aber die Gewähr, dass Stunden und Zahlungen korrekt und zeitnah abgewickelt werden, denn sein Vertragspartner ist die Projektvermittlung. Die Projektvermittlungsfirma lebt von der Differenz beim Stundensatz gegenüber Auftraggeber und Auftragnehmer. Eine durchaus komfortable Situation für alle Seiten also.

Die Probleme treten im Vorfeld vor dem Vertragsabschluss auf: Kunden beauftragen häufig mehr als eine Projektvermittlungsfirma, nach dem geeigneten Kandidaten zu suchen und die Projektvermittlungsfirmen erwarten vom potentiellen Auftragnehmer, dass der sich erstens exklusiv über die jeweilige Firma vermitteln lässt und zweitens während des Vermittlungsprozesses keine anderen Projektvermittlungen für sonstige Projekte wahr nimmt. Problematisch sind beide Dinge, da manche Kunden eine Entscheidung für oder wider einen Kandidaten vom Stundensatz abhängig machen, den die Projektvermittlung ihm gegenüber aufruft, was aber für den Kandidaten absolut intransparent ist und sich Kunden manchmal auch fünf, sechs Wochen Zeit für eine Entscheidungsfindung lassen und man – zumindest in Bezug auf Projektvermittlungen – in der Zeit letztlich unbezahlt herumsitzt und wartet, wenn man die geforderte Exklusivitätserklärung unterschrieben hat. Deshalb machen wir letzteres nicht mehr.

Das alles vorausgeschickt und erklärt, gab es gestern folgendes Szenario zu bestaunen:
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#How-To: Spaß auf dem #Bahnhof haben

Manchmal denke ich mir, dass irgendwo auf dem Bahnhof jemand sitzt und seinen ganzen Menschenhass einfach mal raus lässt. Das, was ich heute in Hamburg auf dem Hauptbahnhof erleben durfte, deckt sich jedenfalls perfekt mit dieser Vorstellung.

Wenn ich Menschenhasser wäre und die Möglichkeit hätte, das auszuleben und Bahnmitarbeiter wäre, ich würde es wahrscheinlich nicht besser machen können. Hier wäre mein Rezept, für den ultimativen Bahn-Kick:

1. Die Verspätungsansage

Man nehme einen ziemlich vollen, lauten und zugigen Bahnsteig, auf dem die Fahrgäste des ICEs nach Berlin zusammen mit den Fahrgästen des eigentlich bereits 30 Minuten verspäteten ICEs nach Dresden über Berlin warten. Man mache eine kurze Durchsage, dass der ICE nach Berlin eine geringfügige Verspätung habe. Man teile den Wartenden auf den ICE nach Dresden mit, dass ihr Zug eine deutlich größere Verspätung habe.

2. Die umgekehrte Wagenreihung

In die so entstehende freudige Stimmung platziere man die Ansage, dass der ICE nach Berlin (ein ICE1, gute 400m lang) jetzt Einfahrt habe, warte kurz, bis der ICE in Sichtweite ist und teile dann den Fahrgästen mit, dass der ICE in umgekehrter Wagenreihung verkehren würde.

3. Der fehlende Zugteil

Man lasse den Zug nun einfahren, verzichte aber auf die Ansage, dass es sich beim einfahrenden Zug nicht um einen ICE1, gute 400m lang, sondern einen ICE2, gute 200m lang handele, der nicht wie gewöhnlich als Doppelzug, gute 400m lang, sondern nur als ein Zugteil, gute 200m lang, verkehrt. Man sorge ebenfalls dafür, dass der einzige verkehrende Zugteil schon ordentlich mit Fahrgästen gefüllt ist.

4. Das Einsteige- und Drängelchaos

Nun lasse man die Passagiere selbst entscheiden: Möchten sie sich in einen halben Zug drängen oder warten sie auf den im Anschluss folgenden und bereits angekündigten ICE nach Dresden über Berlin. Man unterstütze die Entscheidungsfindung durch Ansagen, die zum zügigen Einsteigen des mehr als überfüllten Zuges auffordern. Nach etwa 15 Minuten lasse man den ICE die Türen schließen – wer nicht mitkommt, kommt halt nicht mit.

5. Der Bahnsteigspaß

In das Schließen der Türen platziere man nun die Meldung, dass der ICE nach Dresden kurzfristig leider, leider von einem anderen Bahnsteig fahren würde und erfreue sich – dank der gleichzeitigen Ansage, dass dieser Zug nun Einfahrt haben würde – am ausbrechenden Wettkampf um das schnellste Erreichen des angesagten Bahnsteigs.

6. Der kurze ICE

Der ICE nach Dresden über Berlin ist ein ICE-T. Der ist etwas kürzer als ein ICE2 und viel kürzer als ein ICE1 und auch schon mehr als gut durch die eigentlichen Fahrgäste gefüllt. Einige zusätzliche Fahrgäste können noch einsteigen, die anderen bleiben leider zurück.

Ich habe mich ab Punkt #4 aus der Angelegenheit ausgeklinkt und es nur noch beobachtet. Anschließend bin ich zu SIXT gegangen, habe mir ein Auto gemietet und bin vergleichsweise entspannt zu Hause angekommen. Wesentlich teurer als Zugfahren ist es auch nicht gewesen und seine Ruhe hatte man auch.

Ich bin noch nicht mal verärgert über das Chaos, das die Bahn anrichtet. Ich nehme das alles hin, als Bahnkunde kennt man das – die Bahn ist absolut zuverlässig, was Verspätungen und Zugausfälle anbelangt, denn diese passieren ständig. Es ist die absolute Ausnahme, dass im Fernverkehr einmal ein Zug pünktlich, in der richtigen Wagenreihung und vollständig fährt. Vom pünktlichen Ankommen will man ja gar nicht mehr reden.

Nein, verärgert bin ich nicht. Ich bin fassungslos, einfach nur fassungslos, über das, was die Bahn im Fern- und Regionalverkehr (Stichwort: “S-Bahn-Berlin”) abliefert. Gnade uns allen Gott, wenn die Bahn wirklich irgendwann an die Börse geht – dann gibt es noch mehr davon, denn dann geht es nur noch ums Geld.

Fassungslos.

#Fail: Das passiert, wenn man versucht, …

…ein 64-Bit-Betriebssystem auf einem Nicht-64-Bit-System zu installieren:

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So geschehen vor einigen Minuten mit Windows 7 RC (64 Bit) und meinem Intel-Atom-Netbook (32 Bit). Nein, mit der richtigen Version funktioniert es dann auch. :-)