Archive for Juni, 2009

#ASP.NET: Back!

Ja, manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. Eines dieser Zeichen ist die Rückkehr von ASP.extra, meiner vor mehreren Jahren eingestellten Seite rund um ASP, ASP.NET und verwandte Web-Technologien. Eingestellt worden ist sie damals nicht etwa wegen mangelnder Resonanz, sondern ganz im Gegenteil: Wegen zu hoher Resonanz.

Es wurde damals notwendig, die alte Webseite grundlegend zu überarbeiten und neu zu gestalten – was jedoch aus diversen privaten und zeitlichen Gründen unterblieb. Da dieses Blog sich jedoch in den letzten Monaten mehr in Richtung Politik orientiert hat, bin ich in mich gegangen und habe beschlossen, ASP.extra wieder auferstehen zu lassen. Damit gibt es eine klare Trennung: karsan.de für persönliche und politische Dinge, ASP.extra für technologische Sachen.

Optisch hat sich für die alten ASP.extra-Benutzer nicht soooo viel getan (gut, die Navi und der ganze Kram sind jetzt auf der anderen Seite), aber technisch ist die Plattform Wordpress statt eines proprietären Systems. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Webseite ist standardkonform, der Weiterentwicklung sind somit keine Grenzen gesetzt und wenn ich ein nettes Plugin finde, baue ich es auch ein.

Momentan fehlt es noch an einem kleinen Detail auf www.aspextra.de – den Inhalten. Die kommen aber im Laufe der Zeit, versprochen. Bookmarks können gesetzt werden. ;-)

#Alternative: Wie müsste eine wählbare Alternative aussehen?

Das würde mich tatsächlich mal interessieren: Wie müsste für andere Leute eine wählbare Alternative zu den etablierten oder derzeit angesagten Parteien aussehen? Was wären Dinge, die unbedingt notwendig sein müssen und Dinge, die so gar nicht gingen?

Hier mal ein paar Punkte, die mir wichtig wären:

  • Transparenz in der Entscheidungsfindung
  • Beteiligung aller Interessierten (egal, ob Mitglied oder nicht)
  • Basisdemokratischer Ansatz
  • Respekt und fairer, offener Umgang miteinander
  • Rechtfertigungs- bzw. Erklärungszwang von Entscheidungsträgern (soll Alleingänge verhindern)
  • Interne Abläufe (Diskussionen, Ansprache an die Mitglieder, etc.) sehr stark über das Internet geführt (erlaubt es, auch mit wenig Zeit zu partizipieren und würde das Zeitproblem bei gelebter Basisdemokratie im Griff halten können)
  • Es müssen alle relevanten Themenbereiche behandelt werden (keine monothematische Partei)
  • Rückgriff auch auf externe Meinungen zur Entscheidungsfindung (“nicht immer nur im eigenen Saft kochen”)

Da ich politisch eher links stehe, wären mir beispielsweise folgende politische Inhalte ein Anliegen:

  • Ausstieg aus der Atomenergie
  • Umweltschutz als hohe Priorität
  • Soziale Themen (Arbeitslosigkeit, Hartz IV) müssen mit höchster Priorität geklärt werden, Arbeitslose und Klein-/Geringverdiener müssen besser gestellt werden
  • Bürgerversicherung (Solidaritätsprinzip)
  • Abschaffung von Zensur im Internet
  • Begrenzung der Befugnisse des BKAs nach Innen
  • Bewahrung der Bürgerrechte
  • Verringerung der Schuldenlast des Staates
  • Viel mehr Geld für die Bildung, kostenlose Bildung für Alle
  • Umbauen der Auslandsaktivitäten der Bundeswehr: mehr Fokus auf Erhalt der Sicherheit und vor allem den Wiederaufbau legen
  • Förderung von grünen Technologien
  • Förderung von Informationstechnologien
  • Abschaffung von finanzpolitischen Privilegien für Heuschrecken und ähnliche Konglomerate, ggf. Verbot von derartigen Dingen prüfen, ggf. Einführung einer Spekulationssteuer
  • Wesentlich stärkere Kontrolle der Banken und von deren Produkten, Banken müssen sich viel stärker an den Kosten des Finanzmarkcrashes beteiligen
  • Rückdrängung des direkten oder indirekten Einflusses von Lobbyisten

Das sind jetzt nur die Gedanken, die mir spontan gekommen sind.

Von der politischen Ausrichtung her würde ich eine große, derzeit leider komplett vakante Position einnehmen wollen: Die der SPD. Also sozial und demokratisch, ökologisch und zukunftsorientiert. Aber ohne deren Altlasten, ohne den ideologischen Ballast und vor allen ohne deren Führungspersonal. Quasi ein Neustart, eine neue SPD für Familien, Studenten, Jugendliche, Arbeiter, Angestellte, Selbstständige, Renter, Beamte, Angestellte, Alle.

Das wäre für mich eine wählbare Alternative. Und wenn es die nicht bald gibt, dann werde ich selbst eine Partei gründen. Die Unterlagen habe ich schon zu Hause, der Parteiname ist schon ausgedacht und die Domain ist auch schon gesichert. Ein Transparenzkonzept gibt es schon, und mit ein wenig Arbeit habe ich auch bald ein politisches Programm fertig.

Wer will mitmachen?

#Virtuelles Leben: Sync for Dummies

Manchmal stellen sich selbst gestandene IT-Professionals sehr doof dumm dämlich unglücklich an. Aber meistens lernen sie dann daraus. Hier mal ein freies Gedächtnisprotokoll eines IM-Chats:

User: Kannst Du mir bitte Deine Kontaktdaten nochmal als vcf schicken? Ich habe nämlich alle meine Kontakte geschrottet.

KS: Mache ich. Aber warum mietest Du dir nicht mal einen Exchange und packst die Daten dann dort drauf?

User: Ich habe hier MobileMe, das funktioniert perfekt. Aber: Am Dienstag habe ich das iPhone-OS 3 installiert und eingerichtet. Danach habe ich mir gedacht, ich könnte ein wenig aufräumen und habe mal alle Kontakte auf dem iPhone gelöscht – ich hatte sie ja noch auf dem Rechner. Woran ich nicht gedacht hatte, war: Auch der Rechner war direkt an MobileMe angebunden und jetzt geschah folgendes:

iPhone an MobileMe: Daten gelöscht!
MobileMe an iPhone: Okay!
MobileMe an Rechner: Daten löschen!
Rechner an MobileMe: Okay!
User an Rechner: Grrrrrrmph!

KS: Und, was lernst Du daraus?

User: Datensicherung ist für Weicheier. Ich werde es zukünftig lieben, ein Weichei zu sein.

So gut hat noch selten jemand Synchronisierung erklärt. Und Datensicherung haben wir auch gleich noch mitgenommen. :-)

#Virtuelles Leben: Sync for Dummies

Manchmal stellen sich selbst gestandene IT-Professionals sehr doof dumm dämlich unglücklich an. Aber meistens lernen sie dann daraus. Hier mal ein freies Gedächtnisprotokoll eines IM-Chats:

User: Kannst Du mir bitte Deine Kontaktdaten nochmal als vcf schicken? Ich habe nämlich alle meine Kontakte geschrottet.

KS: Mache ich. Aber warum mietest Du dir nicht mal einen Exchange und packst die Daten dann dort drauf?

User: Ich habe hier MobileMe, das funktioniert perfekt. Aber: Am Dienstag habe ich das iPhone-OS 3 installiert und eingerichtet. Danach habe ich mir gedacht, ich könnte ein wenig aufräumen und habe mal alle Kontakte auf dem iPhone gelöscht – ich hatte sie ja noch auf dem Rechner. Woran ich nicht gedacht hatte, war: Auch der Rechner war direkt an MobileMe angebunden und jetzt geschah folgendes:

iPhone an MobileMe: Daten gelöscht!
MobileMe an iPhone: Okay!
MobileMe an Rechner: Daten löschen!
Rechner an MobileMe: Okay!
User an Rechner: Grrrrrrmph!

KS: Und, was lernst Du daraus?

User: Datensicherung ist für Weicheier. Ich werde es zukünftig lieben, ein Weichei zu sein.

So gut hat noch selten jemand Synchronisierung erklärt. Und Datensicherung haben wir auch gleich noch mitgenommen. :-)

#Meinung: Zweierlei Maß?

Mit größter Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, wie derzeit um Arbeitsplätze in Fürth, in Rüsselsheim und an verschiedenen anderen Orten gerungen wird. Also, nicht falsch verstehen, ich finde es richtig, um Arbeitsplätze zu kämpfen, ich bin dafür.

Aber ich muss dennoch verwundert die Stirn runzeln. Denn es war nicht immer so, das so bedingungslos und mit größtem Einsatz selbst der höchsten politischen Kreise um Arbeitsplätze und den Erhalt der jeweiligen Firmen gerungen wird – Ausnahmen, wie etwa zu Guttenberg (soweit es sich nicht um Unternehmen aus dem Freistaat Bayern handelt) bestätigen da die Regel.

Es ist noch keine zwanzig Jahre her, das in Regionen Deutschlands ganze Industriestandorte Pleite gingen oder man ihnen noch nicht mal die Möglichkeit gegeben hat, anständig Pleite zu machen. Dieser Vorgang nannte sich “Abwicklung” und wird jedem damals schon lebenden Ostdeutschen wieder die kalten Schauer des Entsetzens den Rücken herunter treiben. Dabei ging es nicht um einzelne Unternehmen, die als nicht zukunftsfähig angesehen wurden, sondern um ganze Branchen und Konzerne (ostdeutsch “Kombinate” genannt). Diese wurden teilweise in Nacht-und-Nebel-Aktionen abgewickelt, die Vermögenswerte an teils windige neue Eigentümer übertragen und die dann bald ehemaligen Angestellten ihrem Schicksal überlassen. Das geschah in größtem Maßstab, durchgeführt durch die so genannte “Treuhandanstalt”, die sich jedoch im subjektiven Empfinden der Menschen nicht als Treuhänderin, sondern als Interessenvertreterin der westdeutschen und internationalen Konzerne präsentierte.

Also, ich bin verwundert: Warum nicht den gleichen Maßstab anwenden? Warum nicht auch eine Treuhandanstalt für in Gefahr geratende Firmen und – unbedingt! – Banken einrichten? Warum nicht blühende Landschaften schaffen? An welcher Stelle unterscheidet sich eine Quelle (kein Geld mehr auf den Konten, seit Jahren in den roten Zahlen) von einem ostdeutschen Kombinat (kein Geld mehr auf den Konten, seit Jahren in den roten Zahlen – wobei das für die DDR kein Maßstab war, die Kombinate mussten gar nicht zwingend Gewinn machen, sondern konnten auch strategischen oder infrastrukturellen Anforderungen genügen)?

Mag mir das jemand schlüssig erklären, oder bleibe ich hier mit dem unguten Gefühl zurück, das (mal wieder) mit zweierlei Maß gemessen wird?

#Politik: So wird das nichts mit uns, liebe #Piraten

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, zur Piratenpartei zu gehen, mich dort zu engagieren und den etablierten Parteien die Hölle heiß zu machen. Aber es gibt eine Stelle, an der wir definitiv nicht zusammen kommen, leider.

Der Punkt, der gar nicht passt, ist das Urheberrecht. Ihr schreibt in http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/urheberrecht-und-nicht-kommerzielle-vervielfaeltigung:

Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein.

Ich folge euch, das Wissen und Inhalte nach einiger Zeit wieder allen Menschen zugänglich gemacht werden müssen. Das ist enorm wichtig. Aber daraus abzuleiten, das Rechtsansprüche nur sehr kurzfristig gelten dürfen, das sehe ich nicht. Was es geben sollte, ist eine Lizensierungspflicht bzw. ein Lizensierungsgebot nach einer bestimmten Frist, um einfach zu verhindern, das Entwicklungen unterbunden werden können – aber nicht das Abschaffen aller Rechte an einem Werk. Das sollte es nicht geben.

Warum sollte man es nicht wie bei den offenen Lizenzen halten? Wer auf Dinge zurückgreift, die unter einer öffnenden Lizenz oder als OpenSource (bzw. analoge Lizensierungen) veröffentlicht worden sind, muss entsprechend dieser Lizenzen auch sein Werk offenlegen. Das bedeutet aber nicht, das er alle Rechte an seinem Werk abgibt.

Ich verstehe – wenn ich ehrlich bin – nicht, warum ihr euch auf so dünnes Eis begebt. Ihr wisst es besser, ihr könnt es besser. Wenn ich wissen würde, das auch andere in euren Reihen so denken, wie ich es tue, dann könnte es doch was mit uns werden.

So aber, Stand jetzt, wird das wohl noch nichts.

#VIRTUELLES LEBEN: Keine Sorge, es dauert nicht mehr lange

Manchmal fragt man sich doch, ob man nicht irgendwie diesen Planeten mit einer Spezies teilt, die zwar so aussieht, wie wir, aber dennoch komplett anders tickt. Nein, die Rede ist nicht von Frauen, nicht dieses Mal.

Es geht um Menschen, die mit dem Web nichts anfangen können, Leute, die wir als “Internetausdrucker” bezeichnen oder “Alte Männer mit Kugelschreibern” nennen. Soll es geben, darf es geben, muss es auch geben – keine Frage. Das Schlimme ist nur, das diese Menschen über uns urteilen möchten und uns Vorschriften machen wollen. Und das können sie nicht, damit machen sie sich lächerlich.

Kristian Köhntopp spricht mir dabei in seinem ungemein lesenswerten Blogbeitrag aus der Seele. Recht hat der Mann.

Das Schlimme ist, das sie denken, das sie noch gewinnen könnten. Das können sie nicht. Sie können das Rad nicht mehr zurück drehen. Die Büchse der Pandora ist geöffnet — und ihnen bleibt nichts mehr übrig, als ohnmächtig und ängstlich dabei zu stehen und zu warten. Warten, bis sie endgültig und unwiderbringlich bedeutungslos und irrelevant geworden sind.

Sie müssen zum Glück nicht lange mehr warten.

#Politik: Internetausdrucker

Ich weiß, ich hatte es bereits vor Jahren schon mal irgendwo in der Hand, aber ich bin zu blöde, es wieder zu finden, deshalb poste ich es jetzt noch einmal.

Das Stichwort “blöde” trifft es auch ganz gut, denn es geht um die Internetausdrucker – unsere gewählten Volksvertreter und Politiker-Darsteller. Man sehe sich einfach kurz diesen Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin an:


Am 27.09. ist Bundestagswahl.

#Systemmitteilung: NSXMLParserErrorDomain error 73 / 76

Mist. Das Blog ist eingerichtet, alle können Feeds, Kategorien und andere Informationen abrufen, nur zwei für mich recht wichtige Softwareprodukte schaffen es nicht: Blogo (mein Editor) und das iPhone-Wordpress-Programm. Beide geben jeweils XML-Parser-Fehlermeldungen aus. Und für beide habe ich keinen Workaround gefunden.

Das ist doof.

Update: Ich habe es beheben können, indem ich mir einen eigenen kleinen XML-RPC-Client gebaut habe, und dann nachgesehen habe, was genau das Problem war. Es stellte sich heraus, das am Ende der Rückgabe zwei oder drei Zeichen fehlten – was ich mit einer Korrektur in der Datei class-IXR.php beheben konnte. Ursache für die fehlenden Zeichen war, das am Anfang zusätzliche Zeichen eingefügt worden sind (warum auch immer, das ist mir bis jetzt schleierhaft) und dann die Inhaltslänge (ContentLength) der Rückgabe nicht mehr stimmte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Problem behoben.

Update #2: Aufgrund einiger Nachfragen: Die Änderung(en) habe ich in Zeile 334 der Klasse wp-includes/class-IXR.php durchgeführt. Alles, was zu tun ist: Nach dem schließenden XML-Tag </methodResponse> müssen lediglich einige Leerzeichen eingefügt werden. Anschließend lief es wieder. Doof nur, das bei Wordpress-Updates diese Änderung stets erneut vorgenommen werden muss.

#Medien: Get a life!

Ja, es ist traurig. Es ist total schade. Es ist wirklich tragisch: Michael Jackson ist tot. Er war doch erst fünfzig Jahre. Und er war doch der King of Pop. Und überhaupt.

Und irgendwie scheint es heute zu sein, als hätten sämtliche Medien kein anderes Thema mehr, als seinen Tod. Da werden Umfragen gestartet (hier), da werden riesige Klickstrecken zusammengezimmert (hier, hier), da wird seine Diskographie von vorne bis hinten gewälzt (hier).

Habt ihr keine anderen Probleme? Get a life!

#Systemmitteilung: Wir sind umgezogen

So, eine halbe Nachtschicht hat es schon gedauert, aber letztlich kann sich das Ergebnis wohl sehen lassen: www.karsan.de ist umgezogen.

Die Maschine, auf der das Blog läuft, ist die gleiche – aber die Blogengine ist eine andere: Statt dasBlog setzen wir nun auf Wordpress in seiner ganzen Pracht. Die Einrichtung ist vollbracht, die Altdaten sind integriert und am Ende des Tages sollte alles wie gehabt funktionieren.Wenn irgendwas nicht klappt – einfach Bescheid geben.

Ende der Durchsage.

#VIRTUELLES LEBEN: Neues Blog

Direkt nach dem neuen Twitter-Account habe ich auch ein neues Blog eingerichtet. Dieses Blog erfüllt die gleiche Aufgabe, wie der Twitter-Account, nämlich auf spannende, interessante und lesenwerte Links, Webseiten und Artikel aufmerksam zu machen. Natürlich persönlich kommentiert.

Das Blog ist unter der Adresse http://unbedingtlesen.wordpress.com erreichbar. Sollte ein Artikel oder ein Link fehlen, dann bitte einfach per E-Mail oder per Twitter Bescheid geben!

#VIRTUELLES LEBEN: Zweiter Twitter-Account

Ich weiß, ich habe erst letzte Woche angefangen, zu twittern – und schon habe ich einen zweiten Account. Offensichtlich bekomme ich nicht genug, oder?

Naja, ganz so ist es nicht. Ich stelle nur fest, das ich bestimmte Dinge trennen möchte – persönliche Dinge, Politik und Entwicklerkram sollen über https://twitter.com/samaschke laufen, aber Empfehlungen von Webseiten und anderen Dingen möchte ich getrennt halten. Deshalb gibt es ab sofort den Account

https://twitter.com/unbedingtlesen

in dem ich interessante Links posten werde. Follow me! :-)

#POLITIK: Antwort von Dr. h.c. Thierse

Am vergangenen Freitag habe ich Herrn Dr. h.c. Thierse einige Fragen zu seinem Abstimmungsverhalten gestellt. Schon zu diesem Zeitpunkt erwähnte ich, dass ich nicht mit einer qualifizierten Antwort rechnen würde — und siehe da, sein Wahlkreisbüro bemüht sich auch fleißig, diese Annahme zu erhärten.

Hier die Antwort im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Samaschke,

vielen Dank für Ihre Mail vom 19.06.2009.

Ihr Schreiben wird Herrn Thierse selbstverständlich vorgelegt werden, vorab möchte ich Sie jedoch darauf hinweisen, dass Wolfgang Thierse auf seiner Homepage ausführlich begründet hat, warum er sich unter Berücksichtigung der Einwände von Seiten der Internet-Nutzer und Bürgerrechtsorganistainen dafür entschieden hat, dem Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen seine Zustimmung zu geben.

Sie finden den Beitrag von Herrn Thierse unter
http://www.thierse.de/index.php?nr=2960&menu=1&__thierse=9fb7ed046196a7147895ab1d8ffced68

und können diesen Text auch gerne in Ihrem Blog veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Severin Höhmann

Na, davon kann man ausgehen. Ich werde mir heute im Laufe des Tages mal die Zeit nehmen, sein Standard-Blabla ein wenig zu kommentieren.

Hier meine Antwort auf diese Information:

Hallo Herr Höhmann,

Ich danke für Ihre E-Mail. Ich bin aber – wie ich bereits geschrieben habe – nicht wirklich an der vorgefertigten und -formulierten Standardantworten interessiert, sondern ziele mit meinen Fragen speziell auch auf seine Vergangenheit als DDR-Bürger und seine Beziehung zu den jüngeren Wählern ab, zumal der Beitrag auf seiner Homepage – den ich selbstverständlich veröffentlichen und kommentieren werde – keinerlei über das (verzeihen Sie erneut diesen Ausdruck) Standard-Blabla hinausgehende Informationen und Standpunkte repräsentiert.

Ich freue mich auf einen weiteren Dialog speziell auch mit meinem (Noch-) Wahlkreisabgeordneten und (Noch-) Parteifreund.

Mit freundlichen Gruessen / Best regards,

Karsten Samaschke

Mal schauen, wie es weiter geht…

#POLITIK: Eine echte Alternative…

…sind die Piraten momentan nicht. Werden sie auch niemals werden, solange sich das Profil dieser Partei nicht grundsätzlich ändert. Der Grund: Sie sind absolut monothematisch aufgestellt.

Persönlich finde ich das Thema der Piraten (wie man unschwer erkennen kann) durchaus enorm wichtig und richtig, aber ich wage zu bezweifeln, ob es auf Dauer trägt. Die Menschen wollen umfassende Antworten, wollen umfassende Konzepte und Lösungen sehen – und damit können die Piraten nicht dienen, damit wollen sie nicht dienen.

Angenommen, es soll eine Alternative her, eine Alternative zu SPD, Grünen und Linkspartei, die aus verschiedenen Gründen mehr oder weniger schwierig zu wählen sind. Eine Alternative, die sich somit im linken Spektrum ansiedeln müsste, eine, die sowohl sozial, als auch ökologisch und internetaffin ist. Über Inhalte zu sprechen verbietet sich an dieser Stelle (noch), jedoch könnte man schon einmal folgende grundsätzliche Forderungen und Ideen postulieren:

  • Transparenz in der Entscheidungsfindung und in der Meinungsbildung
  • Strikte Offenheit gegenüber Mitgliedern und Interessierten
  • Verhinderung von Zensur
  • Soziale Kompetenz
  • Starker Fokus auf Ökologie
  • Schutz der Bürger- und Freiheitsrechte

Organisatorisch (man hat es an der Debatte in den letzten Wochen gesehen) müsste eine derartige Organisation mindestens zweigeteilt sein:

  • Ein parlamentarischer Zweig (Partei), der versuchen muss, Entscheidungsgewalt und -Befähigung zu erreichen
  • Ein außerparlamentarischer Zweig (Lobby-Vereinigung, Verein), der es schaffen kann, Medien und Öffentlichkeit zu erreichen

Der Aufbau dieser Strukturen dürfte Zeit kosten, dürfte Energien verschlingen und für so manche durchgemachte Nacht sorgen. Es wird sich aber lohnen, denn damit könnten letztlich Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen werden, mit deren Hilfe sich politische Ziele durchsetzen ließen.

Es müsste nur jemand mitmachen. Ich wäre dabei.

#POLITIK: Brief an Dr. h.c. Thierse

Herr Dr. h.c. Thierse ist mein Wahlkreisabgeordneter, ich habe ihn auch 2004 gewählt. Er ist ehemaliger Bürgerrechtler in der DDR und hat beim Gesetz zur Einführung der Internetsperren für den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung gestimmt. Ich habe ihm gerade eben eine kurze E-Mail geschrieben, erwarte jedoch – wenn ich ehrlich bin – keine brauchbare Reaktion.

Lieber Herr Dr. Thierse,

Mit größter Verwunderung musste ich am gestrigen Abend zur Kenntnis nehmen, dass Sie als mein Wahlkreisabgeordneter (und Parteigenosse) dem Gesetzesentwurf zur Einführung von Internet-Sperren Ihre Zustimmung gegeben haben.

Ich erwarte von Ihnen selbstverständlich nicht, dass Sie sich in den neuen, elektronischen Medien blind auskennen oder gar die technische Umsetzbarkeit der Vorschläge von Frau von der Leyen beurteilen können oder sich darüber hätten angemessen informieren lassen.

Ich hätte jedoch von Ihnen – gerade als ehemaliger Bürgerrechtler in der DDR – erwartet, dass Sie erkennen können, wenn Infrastrukturen und Mechanismen geschaffen werden, die der Einführung einer Zensur Vorschub leisten können und sich dagegen wenden. Ebenfalls hätte ich erwartet, dass Sie die Einwände, die die – von einigen Ihrer Parlamentarier-Kollegen abschätzig so genannte – “Internet-Community” geltend gemacht hat, die auch Ihre Parteigenossen (u.a. Thorsten Schäfer-Gümbel) vorgebracht haben, zumindest zur Kenntnis nehmen und dementsprechend eine gründlichere Untersuchung des Sachverhaltes und der gewünschten Lösungsansätze befürwortet hätten, statt sich vor den Karren der CDU und der (Springer- bzw. CDU-nahen-) Presse spannen zu lassen. Ebenfalls hätten Ihnen mehr als 134.000 Unterzeichner der Online-Petition gegen dieses Gesetzesvorhaben genügend Gründe liefern sollen, deren Belange und Einwände entsprechend zur Kenntnis zu nehmen.

Mit Entsetzen habe ich jedoch registrieren müssen, dass dies alles nicht der Fall gewesen ist. Ich bedaure dies – speziell auch als SPD-Mitglied – ganz enorm, denn letztlich zeigt es mir sehr deutlich auf, dass die SPD in der derzeitigen Verfassung schlichtweg den Kontakt zu den jüngeren Menschen verloren hat und die aktuellen Entwicklungen auch in technischer Hinsicht nicht mehr genügen widerspiegeln kann.

Somit ist es für mich auch äußerst schwer zu begreifen (geschweige denn zu vermitteln), warum ich Sie und die SPD weiterhin als meine Interessenvertreter begreifen soll. Können Sie mir diese Fragen abseits des üblichen Geschwafels (verzeihen Sie bitte diesen Ausdruck) beantworten? Können Sie mir erklären, warum ich – als Pankower, als Vater zweier Söhne, als SPD-Mitglied, als Autor, als Mitglied der “Internet-Community” – Sie am 27.09.2009 erneut wählen soll?

Für einen Dialog stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Gruessen / Best regards,

Karsten Samaschke

#POLITIK: Der war mal Bürgerrechtler…

…der hoch geschätzte Dr. h.c. Wolfgang Thierse, der mein Wahlkreisabgeordneter ist und bei der letzten Bundestagswahl auch meine Stimme bekommen hat.


Traurig, wenn man vergisst, wo man herkommt.

#AUA!: …und leider doch wahr

Wenn man die letzten zwölf, dreizehn Jahre mal Revue passieren lässt, kann man Marc-Uwe Kling letztlich nur Recht geben: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!


Unwählbar.

Bleibt die Frage, wen oder was wir noch wählen können. CDU, CSU, FDP, SPD sind komplett aus dem Rennen, bei den Grünen gab es gestern 15 Enthaltungen und bei den Linken gibt es Lafontaine. Piraten? Geht auch nicht, da rein monothematisch.

via Thomas

#Witzig: Pauli? Hilton?

Man kann die beiden ja auch schon mal verwechseln, die strohdoofe nicht wirklich schöne überschätzte unsägliche Gabriele Pauli und die strohdoofe nicht wirklich schöne überschätzte unsägliche Paris Hilton. So geschehen in der heutigen TAZ


Wie gesagt, kann ja schon mal passieren… :-)

#ASP.NET-Snippet: Textdatei nicht ständig neu laden müssen

Die Aufgabenstellung: Es soll der Inhalt einer Textdatei in ein Literal eingebunden werden, um auf diese Art einen einfachen Newsticker zu realisieren.

Das Problem: Der Inhalt wird bei jedem Request neu geladen. Deshalb gibt es potentiell Performance-Probleme.

Die Lösung: Den ASP.NET-Cache verwenden. Hier können die Daten für einen gewissen Zeitraum zwischengespeichert werden und müssen somit nicht bei jedem Request neu geladen werden.

Die Umsetzung:

lock(GetType())
{
   // News aus dem Cache holen
   String content === Cache["news"] as String;

   // News gefunden?
   if(null == content)
   {
      // News waren nicht im Cache, also nachladen
      content = File.ReadAllText(
);

      // Unter dem Schlüssel "news" für zehn Minuten in den
      // Cache packen, danach fliegen sie automatisch wieder raus
      Cache.Insert(
         "news", content, null,
          DateTime.Now.AddMinutes(10), TimeSpan.Zero);
   }

   // News ausgeben
.Text = content;
}

Wenn es sein muss, kann zusätzlich noch eine CacheDependency verwendet werden, um das Objekt sofort aus dem Cache zu nehmen, wenn sich die Datei geändert hat.

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