Archive for Januar, 2009

GOOGLE: HTC Dream / T-Mobile G1 eingetroffen

Ätsche, bätsche. Ich habs schon in den Händen. Und jetzt lassen wir mal die Datenschutzprobleme des großen Kraken großen Bruders Anbieters außen vor: Es ist für sich ein ziemlich cooles Stück Telefon, was T-Mobile ab dem 02.02. in Deutschland anbieten wird.

g1 Man kann sich das G1 so ein wenig wie eine wilde Mischung aus iPhone (Browser, Scrolling, etc.), Windows Mobile (Push-E-Mail, freie Installation von Software) und eben neuen Android-Features vorstellen. Gehäusetechnisch ist es minimal länger als das iPhone, etwas dicker (naja, fast doppelt so dick wie ein iPhone 3G) und etwas schmaler. Es besteht nicht aus so edlen Materialien wie das Apple-Telefon, sondern aus Plastik, Plastik, Plastik. Dennoch fasst es sich recht wertig und angenehm an – und es verfügt über eine vollwertige Tastatur. Die allein ist es schon wert, das Gerät zu kaufen, denn diese Tastatur ist schlicht gesagt das Beste, was mir in den letzten zwei, drei Jahren an Mobiltelefontastaturen über den Weg gerannt ist. Für die Kenner: IMHO ist nur die Tastatur vom JasJar (MDA Pro) besser.

Zur Software: Android ist … hmmmm … anders. Irgendwie noch unfertig (keine Bildschirmtastatur, was manchmal nervend wirkt, markieren mehrerer E-Mails zum gleichzeitigen Löschen oder als gelesen markieren geht schlicht nicht), aber irgendwie auch absolut komplett – die Applikationen sind wie aus einem Guss, man kann sofort loslegen, der Browser verwendet die gleiche Rendering-Engine, wie der Safari vom iPhone, Copy & Paste funktionieren überall, die Synchronisation mit den Google-Diensten (Achtung: Datenschutz!) funktioniert schlicht reibungslos. Der Benachrichtigungsbereich am Kopf der Seite ist eine geniale Erfindung.

Bedienungstechnisch gibt es beim Android keine Probleme: Ein langer Druck auf den Bildschirm oder den Trackball (übrigens: normalerweise hasse ich Trackbälle, aber der tut einfach) und ein lokales Kontextmenü geht auf. Ein Druck auf die Menütaste führt zum allgemeinen Kontextmenü (blöd zu erklären – das lokale Kontextmenü bietet beispielsweise das Kopieren oder Einfügen von Texten an, das globale Kontextmenü erlaubt das Beantworten einer E-Mail). Diese Bedienung zieht sich komplett durch, funktioniert also in jedem Programm im ganzen System. Nebenbei: Das System ist komplett fingerbedienbar – anders als etwa Windows Mobile…

Verglichen mit Windows Mobile sind speziell im geschäftlichen Bereich Abstriche zu machen – eine Synchronisation mit dem Exchange-Server etwa gibt es schlicht nicht. Anders als etwa das iPhone ist das G1 im Multimedia-Bereich nicht besonders stark – die iTunes-Welt etwa fehlt, auch wenn sich MP3s im Amazon-MP3-Store kaufen lassen. Wo es aber besonders stark ist: Im Messaging-Bereich, dank GMail-Integration und der netten Tastatur.

Ist das G1 empfehlenswert? Wenn man die Datenschutzprobleme außen vor lässt: Ja. Es ist eine coole Alternative zum iPhone, wenn man nicht den Musik-Aspekt betont. Es ist besonders im privaten Bereich eine Alternative zu den Windows-Mobile-Geräten, da es sich deutlich leichter bedienen lässt. Im Geschäftsumfeld kann es jedoch (noch) nicht mithalten. Will und soll es aber auch nicht – speziell dann nicht, wenn man sich die T-Mobile-Tarife fürs G1 ansieht.

AU JA: David Faustino is back!

Bud Bundy war seine Rolle, ein klassischer Kinderstar, der danach mehr oder weniger in ein Loch fiel. Heute betreibt er einen Pornoladen, ist chronisch pleite, versucht sich ständig, das Leben zu nehmen … und scheitert grandios.

Zusammen mit Corin Nemec (Parker Lewis, wem das noch was sagt) hat David Faustino für das amerikanische Portal Crackle.com eine ungemein sehenswerte, komplett anarchische, von derben Begrifflichkeiten und nackter Haut nur so strotzende Internet-Show produziert, in der er und Nemec die Hauptrollen spielen.

From Crackle: Star-ving Ep 1 feat Ed O’Neill & David Faustino

Mit dabei sind auch immer wieder die anderen “Married with Children”-Darsteller, sowie andere bekanntere oder unbekanntere Stars.

Ansehen!

POLITIK: Heuchler

Heute hat für den ehemaligen Postchef Zumwinkel der Prozess wegen Steuerhinterziehung begonnen. Erste Aktion: Er gestand alles und bereute.

Es sei der größte Fehler seines Lebens gewesen, Steuern zu hinterziehen, erklärte er und wirkte dabei wohl ernsthaft zerknirscht. Was Wunder: Er muss die hinterzogenen Steuern samt einer saftigen Strafe zurück zahlen. Wird ihn aber nicht arm machen, denn er verfügt über ein Vermögen von mehr als acht Millionen EUR, sowie ein Jahreseinkommen von mehr als 600.000 EUR.

Ich nehme dem Mann allerdings seine Reue nicht ab. Die wird als strategisches Mittel eingesetzt, um das Gericht positiv zu stimmen. Und die Staatsanwaltschaft hat auch entsprechend schon erkennen lassen, dass sie dies begrüße. Letztlich geht es darum, eine möglichst milde Strafe heraus zu schinden – also eine geringstmögliche Geldstrafe zu erwirken. In den Knast muss der Herr übrigens in keinem Fall, denn es werden nur die Hinterziehungen der nicht verjährten Jahre behandelt. Da die knapp unter einer Millionen liegen, bekommt er lediglich eine Bewährungsstrafe, da er ja – siehe oben – Reue gezeigt hat. Und über die Jahre vor Eintritt der Verjährung spricht niemand.

Manchmal kotzt es einen echt an.

POLITIK: Revolution!

Es ist geschafft, er ist im Amt. Lebendig. Fordernd. Anders.

Ich freue mich. Auch wenn die Aufgaben, die vor ihm liegen, enorm sind. Fast nicht zu schaffen. Aber versuchen muss man es.

Ich drück die Daumen für uns alle.

MEDIEN: Fringe

Sehr geil, was da im März auf uns zukommt: “Fringe“, die neue Serie von J.J. Abrams, seines Zeichens der Erfinder meiner Lieblingsserie “Lost“.

fringe-logo-ff Ich habe mir gerade auf Hulu.com den Piloten angeschaut – der hat zwar seine Längen, aber insgesamt entwickelt sich die Story genau so, wie ich eine gutgemachte Serie erwarte: Mysteriös, spannend, undurchschaubar. Das Rezept funktioniert bei “Lost” ja bereits seit Jahren – nun eben auch bei “Fringe”.

Die Story ist schnell erzählt: Ein Flug aus Hamburg landet in Boston – alle an Bord sind tot und furchtbar entstellt (sehr komisch: Die Versuche, Deutsch zu sprechen). Die tapfere Agentin Olivia Dunham macht sich dran, den Fall aufzuklären – kommt aber letztlich nicht allzu weit. Stattdessen wird ihr Freund erst entstellt, dann geheilt und stirbt zuletzt in ihren Armen (der Gute ist aber für den weiteren Verlauf der Handlung nicht wirklich wichtig). Aber: Nun ist sie angefixt und setzt sich auf die Spur des Mysteriums.

Die Story ist so lala, aber nimmt zum Ende hin gut Fahrt auf. Es schaut sich spannend, die Geheimnisse werden gut angedeutet, es gibt undurchschaubare Charaktere und es ist schlicht spannend und gut gemacht.

Klingt nach mehr. Auf Hulu.com sind ja bereits die nächsten Episoden online – mit der richtigen Software kann man die bequem in Deutschland schauen (http://www.hotspotshield.com).

Schauen!

APPLE: Kaum was Neues auf der Messe, sechs Monate MacBook Pro

Naja, doch ein paar Neuerungen gab es schon bei den Kollegen aus Cupertino – iTunes wird bald komplett DRM-frei sein. Dazu ein 17 Zoll MacBook Pro mit ohne glänzendem Display.

Ansonsten gibt es nur Updates von der Apple-Front zu berichten – iWorks und iPhoto werden halt ein wenig aufgefrischt. Keine neuen iMacs, keine neuen Mac Pro, keine neuen Mac Mini. Was ich besonders schade finde: Kein iNetBook. Das wäre mal was Feines gewesen.

Bei mir gibt es mittlerweile fast den sechsten Monat mit dem MacBook Pro zu feiern (ja, das MacBook Pro der letzen “alten” Generation). Auch wenn die Kollegen in der Agentur ihre neuen MacBook Pro lieben (lernen), ich bin mit meinem Gerät mehr als glücklich – Verarbeitung, Haptik, Qualität und Display sind komplett über jeden Zweifel erhaben, OS X 10.5 ist ein äußerst angenehmes Betriebssystem.

Mittlerweile habe ich den Großteil aller noch in der VM laufenden Anwendungen und Spiele neu für Mac OS angeschafft – Civ IV, Office 2008 und Fireworks CS4 waren hier die dicksten Brocken. Auf eine Bootcamp-Partition verzichte ich seit der Anschaffung des MacBook Pro komplett, bei mir läuft alles, was Windows benötigt, in der virtuellen Maschine – zur Zeit ist hier Parallels 4 mein Favorit, da es um Klassen schneller als VMWare Fusion 2 läuft.

Was läuft jetzt noch regelmäßig unter Windows? Das ist schnell aufgezählt: VS 2008 Pro samt VisualSVN und ReSharper 4, Eclipse 3.2 Europa für die Java-Entwicklung und der Windows Live Writer. Für den habe ich als einzige Nicht-Entwicklungs-Software bisher keinen passenden Ersatz gefunden.

Der Rest: Mac OS. Inklusive übrigens Synchronisationssoftware für die Windows Mobile Smartphones (und das iPhone, natürlich). Und bis auf die tägliche Entwicklungsarbeit bleibt für mich festzuhalten:

Switched. Completely.