Archive for November, 2008

WIDERLICH: Unsäglich

+++ UPDATE +++ UPDATE +++ UPDATE +++

Okay, die Wortwahl macht die Musik, da habe ich mich wohl vergriffen, das sehe ich ein. Ich schreibe den Artikel um, gebe trotzdem die Kommentare frei, die bisher eingegangen sind, und gehe auf die Punkte dann noch gesondert ein, die unabhängig von der Wortwahl offen sind. Okay?

Die Rede ist von diesem unsäglichen Marco W.-Typen, jenen Liebling von BILD-”Zeitung” und RTL, der uns jetzt schon seit geraumer Zeit immer wieder heimsucht. Der mit einer definitiv Minderjährigen (nach deutschem Gesetz, nach englischem Gesetz, nach türkischem Gesetz) im Bett gelandet und anschließend von deren Eltern voll und ganz zu Recht angezeigt worden ist. Wobei es für den weiteren Inhalt des Beitrags keine Rolle spielt, ob er mit ihr wirklich geschlafen hat, oder nicht.

Nun hat dieser junge Mann auch noch ein Buch veröffentlicht, nachdem er zuvor schon RTL und der BILD-”Zeitung” Interviews über seine Zeit im türkischen Knast (gegen gutes Geld, versteht sich) gegeben hat. Auch mit dem Buch wird natürlich fett Kohle gemacht, ist auch klar. Darüber kann ich mich endlos aufregen, und zwar aus zweierlei Gründen:

  • Ich finde es komplett daneben, von Anfang an eine eventuell oder tatsächlich vorhandene Unschuld mit Hilfe der Medien belegen zu wollen. Anders ausgedrückt: Natürlich kann man darüber streiten, ob er wirklich mit ihr geschlafen hat und natürlich kann man auch darüber streiten, ob es vertretbar ist, jemanden über Monate hinweg in Untersuchungshaft zu nehmen. Aber man muss genau so anmerken dürfen, dass in der Öffentlichkeit gleich vom ersten Tag an die Rollen ganz deutlich verteilt worden sind (und zwar mit durchaus rassistischem Unterton): Hier der arme deutsche Junge, der beim Urlaub von einer minderjährigen Britin verführt worden ist, dort eben jene minderjährige Britin, die es dem armen deutschen Jungen – warum auch immer – anhängen wollte. Und nicht zu vergessen der ungerechte, böse türkische Staat, der den armen deutschen Jungen einsperrt, obwohl der doch von der minderjährigen Britin verführt worden ist, und nix dafür kann. Man möge mir verzeihen, aber das ist nicht mehr lächerlich, das ist unangenehm, rassistisch und einfach nur schlecht. Wie gesagt: Ich sage hier nichts über Schuld, ich sage was über die Darstellung. Ach, und bitte, das ging sehr wohl von ihm mit aus. Komme mir bitte niemand mit der Aussage, die Medien hätten das alleine inszeniert.
  • Zweitens finde ich es sehr befremdlich (um es vorsichtig auszudrücken), wie dann aus diesem Fall eine Popularität konstruiert wird. Da verkauft sich der arme, deutsche Junge an die BILD-”Zeitung” und an RTL, kassiert dafür Honorare, es werden Spendenkonten eingerichtet, es wird echt Kohle gemacht. Der Prozess läuft noch, dann kommt ein Buch heraus – Titel: “Meine 247 Tage im türkischen Gefängnis”. Welchen Zweck soll das Buch denn haben, wenn nicht, Geld zu machen? Das türkische Gericht wird es wohl eher nicht lesen oder zumindest als nicht angemessen empfinden.

Okay, den nächsten Absatz (da ging es um Looser und Vollpfosten) nehme ich raus. Ich formuliere es wie folgt: Eigentlich kümmere ich mich ja um derartige Menschen nicht, aber ich finde das Verhalten dieses Menschen unerträglich, denn zum Einen verkauft er sich an die Medien, zum Anderen ist er sich noch nicht mal einer Teilschuld bewusst. Und die hat er (wenn auch nicht im juristischen Sinne, bzw. das muss halt erst noch bewiesen werden): Er hat mit einer definitiv Minderjährigen rumgemacht. Dadurch hat er sich angreifbar gemacht. Das war ganz definitiv sein Fehler. Er sieht das aber nicht ein, sondern redet sich damit heraus, dass das Mädchen ja so gut gebaut gewesen wäre. Abgesehen davon, dass der Mann (und das ist er ja) damit schlicht nicht sieht, dass man mit einer Minderjährigen nicht rum macht (egal, ob man es weiß oder nicht – Unwissenheit schützt…), er offenbart daneben noch ein in meinen Augen wirklich unerträgliches Frauenbild.

Und dann tut es mir einfach leid: Ich finde es total arm, wenn solche Menschen auch noch mediale Aufmerksamkeit und Vermarktungsmöglichkeiten bekommen. Und davon am Ende profitieren.

Sorry, da hört es einfach auf.

URSPRÜNGLICHES UPDATE

Thomas fand mein Posting widerlich. Ich habe den Eintrug zwar nicht, möchte aber zwei Dinge klarstellen:

  • Erstens vergreife ich mich absichtlich im Ton bezogen auf diesen Typen, denn ich kann diese mediale Selbstvermarktung schlicht nicht mehr ertragen
  • Zweitens finde ich es absolut richtig, das er vor Gericht gestellt und verurteilt wird, wenn er wirklich mit der Britin geschlafen hat. Hat er nicht mit ihr geschlafen, dann muss sich der türkische Staat entschuldigen. Nur bitte fürs Protokoll: Auch in Deutschland mit einer Deutschen hätte er sich strafbar gemacht – unabhängig davon, ob die Eltern ihn anzeigen, oder nicht.

Inhaltlich nehme ich nix zurück, auch wenn man mein Posting widerlich finden mag.

WELTHERRSCHAFT: Tue Gutes…

…und sprich darüber. Mache ich hiermit.

Meine gute Tat: Ich habe gerade eben eine monatliche Spendenlastschrift von 50,00 EUR an die Wikimedia Foundation Deutschland beauftragt.

Nicht nur, weil irgendwann mal Weihnachten ist, sondern weil jeder die Wikipedia nutzt, kaum jemand sie jedoch finanziert. Und der Betrieb von Servern und Applikationen kostet Geld – ich weiß das zur Abwechslung mal selber. :-)

Ach so, sowas könnt ihr auch machen. Online, geht ganz schnell.

OCH NÖ: Eine Bahnfahrt…

…die ist nervend, speziell diese Bahnfahrt.

Ich fahre gerne und viel mit der Bahn. Aber die hier ist zum abgewöhnen. Das Szenario: 5.38 Uhr mit dem ICE nach Köln. Aufstehen um 4.15 Uhr, da ja Schneefälle angekündigt sind. Taxi kommt um 4.45 Uhr – und es hat logischerweise nicht geschneit. Also stehe ich frierend eine halbe Stunde auf dem Bahnhof, was ich aber gerne akzeptiere.

Der ICE, der dann kommt, ist ein unrestaurierter ICE 2. Der hat nur an den Tischen Steckdosen, und zwar genau eine einzige Steckdose. Also stecke ich meinen Stecker rein – schließlich muss ich ja arbeiten. Der Zug fährt ab, an der nächsten Station (noch in Berlin) steigt mein Gegenüber ein. Erste Frage: “Darf ich nachher den Strom mal haben, der Akku meines Notebooks hält nicht so lange”. Klar, ich bin ja stolzer MacBook Pro-Besitzer – mein Akku hält mindestens zweieinhalb Stunden unter Last.

Doof nur, dass der Akku meines Gegenübers schon seit sechs Uhr alle war. Langsam geht also mein Saft zur Neige, und der Kollege macht keinerlei Anstalten, seinen Stecker mal aus der Steckdose zu nehmen. Nicht weiter schlimm, ich bin ja um kurz nach zehn in Köln und es sind nur noch eineinhalb Stunden zu fahren. Ach neee, bin ich nicht: Direkt nach Berlin-Spandau (dort, wo der Kollege einstieg) hatten wir einen Bremsenschaden – und standen eine halbe Stunde. Also ist hier in zwanzig bis dreißig Minuten für mich Schluß und ich sitze dann etwa ein Stunde völlig unproduktiv rum (abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht produktiv bin, wenn ich zu so nachtschlafender Zeit raus muss).

Auch das wäre alles halb so schlimm, hätte sich nicht in Hannover eine ungehobelte, unfreundliche, dicke Frau neben mich gesetzt. Grundsätzlich habe ich nichts gegen derartige Menschen, es sei denn, sie fangen an, streng zu riechen und essen komisches, ebenfalls streng riechendes Essen. Und fahren mit mir bis Köln. Und selbstverständlich tut mein Exemplar das, logisch.

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die nächsten zwei Stunden. Juhu.

Update: Ja, der Rest der Bahnfahrt war prima: Die dicke Frau begann ein wenig später, eine Mitarbeiterin vor allen Mitfahrern zusammen zu sch***en. So richtig gründlich. Anschließend schlief sie ein. Ihr Kopf sackte dabei regelmäßig auf meine Schulter. Den Sabber erwähne ich besser nicht. Wenigstens muss man sagen, das sie die Zwiebeln, die sie gegessen hatte, wohl schon gestern zu sich genommen hat – es roch ein wenig abgestanden.

Mit nur knapp fünfzig Minuten Verspätung erreichten wir dann Köln. Ab hier lief alles bestens: Ich habe meine Fahrkarte für die Rückfahrt im Zug vergessen, der Taxifahrer hatte miese Laune und mein Meeting dauerte vielleicht eine Stunde.

Wenigstens habe ich jetzt einen neuen Fahrschein und sitze – noch – alleine am Tisch im ICE zurück nach Berlin.

Könnte mal jemand die Fahrpreise erhöhen, bitte?

AU JA: Tanken wie früher

Gestern ging für mich ein Traum in Erfüllung: Ich konnte völlig legal zu Preisen tanken, die ich seit langer Zeit schon nicht mehr gesehen habe.

Man beachte den unten stehenden Preis auf dem folgenden Foto:

photo

Herrlich, daran könnte man sich fast gewöhnen.

Andererseits: Der Umweltschutz… Irgendwie habe ich ja ein schlechtes Gewissen – schließlich sorgt ein höherer Preis dafür, dass mehr Leute ihr Auto stehen lassen, was dann der Umwelt gut tut.

Einigen wir uns darauf: Gestern fand ich es mal gut, als ich den Mietwagen auftanken musste. Heute bin ich wieder für die Umwelt.

Gut?

POLITIK: Was nicht passt…

…wird halt passend gemacht, denkt sich der Grimaz.

Nachdem sein BKA-Gesetz letzte Woche von den Sachsen gestoppt worden ist (wobei es spannend zu beobachten ist, welche Länder anschließend aus ihren Löchern krochen), will der Grimaz jetzt mal eben schnell das Grundgesetz ändern, um seinen Willen zukünftig leichter durchdrücken zu können: Geht es nach W.S., soll zukünftig im Bundesrat die einfache Mehrheit statt der absoluten Mehrheit ausreichend sein, um Gesetze beschließen zu können.

Klingt banal? Naja, das ist es nicht ganz: Bisher haben Enthaltungen mitgezählt (d.h. eine Enthaltung war quasi ein “Nein”), zukünftig würden Enthaltungen als nicht abgegebene Stimmen gelten und somit unter den Tisch fallen. Oder anders gesagt: Das BKA-Gesetz wäre durchgegangen.

Zum Glück findet die Idee des Grimaz bisher keinen echten Widerhall auf Länderebene – und gerade die Länder müssten die Grundgesetzänderung, die zur Durchsetzung dieser lächerlichen Idee notwendig wäre, mit beschließen. So doof können die jedoch nicht sein, jedenfalls bleibt das zu hoffen.

Ich finde: Der Grimaz sollte in Rente gehen. Ginge es nach ihm, hätten wir heute schon einen echten Überwachungsstaat samt Bundeswehreinsatz im Inneren und einer entmachteten Länderkammer, in dem Flugzeuge schon bei einem simplen Verdacht abgeschossen und potentielle Gefährder mal eben schnell nach Guantanamo ins Gefängnis kommen könnten, natürlich ohne Gerichtsverfahren.

Da kann man nur von Glück sprechen, dass es bisher nicht so gekommen ist. Au Backe.

WCF: Formularbasierte Authentifizierung

Recht cool ist das WCF-Feature der formularbasierten Authentifizierung, die sich der ASP.NET-Membership- und –Rollenprovider bedient. Uncool ist jedoch, dass dieses Feature nicht mit dem Standard-ConnectionString funktioniert.

Ich habe geschlagene acht Stunden benötigt, bis ich herausgefunden habe, dass das Scheitern meiner Bemühungen nicht ausschließlich auf mein eigenes Unvermögen, sondern unter anderem auch auf den ConnectionString zurück zu führen ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es tatsächlich liegt, ich denke aber, dass im Kontext eines WCF-Dienstes die Auflösung des im Standard-ConnectionString definierten Platzhalters für das Datenverzeichnis nicht funktioniert.

Die Lösung besteht darin, die Datenbank fest in eine SQL Server-Instanz einzuhängen und dann den Standard-ConnectionString zu überschreiben:


  
         connectionString=”SERVER=…; INITIAL CATALOG=…; …” />

Anschließend funktioniert es auch wie gewünscht.

GESCHICHTE: 9.11.1938

Ein historisches Datum, dieser neunte November.

Bereits seit 1933 gab es in Deutschland eine aktive antijüdische Politik. Eigentlich kann man deren Ursachen noch deutlich weiter zurück verfolgen – schon im Mittelalter waren die Juden stets für alle Mißgeschicke, Unglücke und negative Entwicklungen verantwortlich, egal, ob Pest, Börsencrash oder Krieg. Auch die Kirche half tatkräftig mit, die “Konkurrenz” negativ darzustellen.

Die Nazis trieben bereits seit 1923 eine antijüdische Politik, jeder wusste das damals. Aber erst seit 1933 war es ihnen möglich, diese Politik auch gesetzgeberisch zu untermauern – Berufsverbote, aktive Diskriminierungen und die Rassengesetze waren Ausdruck dieser Politik. Aktiv im Sinne von Ausschreitungen und Gewalt jedoch gab es keine flächendeckende Politik.

Dies änderte sich, als ein polnischer Jugendlicher (Herschel Grynszpan) in Paris den deutschen Botschaftssekretär vom Rath erschoss. Dieses Vorkommnis nutzten die Nazis, um flächendeckend Progrome mit insgesamt mehr als 400 Toten und mehr als 1.400 zerstörten Synagogen zu organisieren. Cirka 30.000 Juden wurden zu ihrem “Schutz” in Konzentrationslagern interniert. Kurze Zeit später begann der Holocaust, das schrecklichste und dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.

Besonders bedrückend ist im Rückblick, dass es scheinbar kaum mehr aufrechte Bürger gab, die gegen die Vorkommnisse Einwände erhoben oder gar Widerstand geleistet hätten. Zwar versuchten Feuerwehren, die Brände zu löschen und wurden teils gewaltsam zurück gehalten, aber sonst bewegte sich kaum mehr etwas. Die Deutschen rechtfertigten das Geschehen mehrheitlich mit einer Überreaktion von SA, SS und Nazis – und bereiteten spätestens jetzt mit diesem Verdrängen den Boden für das, was folgte. Und rechtfertigten ihr Tun später mit der Gewalt und der Macht der Nazis.

Was folgte, ist bedrückende Geschichte: Sechs Millionen tote Juden, zwanzig Millionen tote Russen, fünfeinhalb Millionen tote Deutsche, insgesamt mehr als neununddreißig Millionen Tote in Europa, mehr als fünfundfünfzig Millionen Tote weltweit. Weltkrieg, Elend, Zerstörung, Vernichtung, Holocaust.

Man hätte sie stoppen können. Auch und gerade 1938. Eine jüdische Zeitzeugin prophezeite schon damals: “Erst brennen die Mauern. Dann brennen die Menschen.”

Und angefangen hat es mitten in Deutschland.

GESCHICHTE: 9.11.1918

Ein historisches Datum, dieser neunte November.

Heute vor neunzig Jahren begann die deutsche Novemberrevolution, die eine der Keimzellen der Weimarer Republik war. Dabei erhoben sich im Oktober 1918 Soldaten und Matrosen, da die oberste Heeresleitung im angesicht der Niederlage vorhatte, die deutsche Marine in einer militärisch komplett überflüssigen Entscheidungsschlacht gegen die Briten zu verheizen.

Da die betroffenen Soldaten und Matrosen verständlicherweise gewisse Einwände gegen dieses Vorhaben hatten, erhoben sie sich. Diese Meuterei konnte jedoch nicht in gewohnter Manier niedergeschlagen werden, sondern breitete sich im Angesicht der äußerst angespannten Ernährungssituation und der desaströsen wirtschaftlichen Lage schnell aus. Das Volk revoltierte.

Am neunten November schließlich dankte der Kaiser ab, ging ins Exil und die Republik konnte ausgerufen werden. Aufgrund der unsicheren Sicherheitslage tagte die gesetzgebende Versammlung in Weimar – deshalb spricht man auch von der Weimarer Republik.

Der Rest ist Geschichte: Spartakusaufstand, KPD, Versailler Frieden, Münchner Putsch, NSDAP, Adolf Hitler. All das waren direkte oder indirekte Folgen dieser Revolution.

In der Wikipedia findet man einen recht interessanten Artikel zu diesem Thema. In der Presse und im Fernsehen? Fehlanzeige.

Warum wohl?

POLITIK: Meuchelmörder

Es war abzusehen. Es war eigentlich sonnenklar. Es war wohl unausweichlich: Mehrere SPD-Abgeordnete haben ihrer Landeschefin Ypsilanti die Gefolgschaft verweigert und somit verhindert, dass der unsägliche Roland Koch endlich dort landet, wo er hingehört: Auf dem Müll der Geschichte.

Besonders perfide ist der Zeitpunkt: Einen Tag vor der Wahl. Dazu fällt mir eigentlich nur noch ein: Schweinebande, aber komplett. Speziell, wenn man sich ansieht, welche Begründung angeführt wird: Die Linkspartei. Nun kann man zu denen stehen, wie man möchte, aber der Plan war seit Monaten bekannt, die Parteibasis hatte dem zugestimmt, sämtliche Gremien waren einverstanden.

Nein, hier geht es ganz sicher nicht um die Linkspartei, wie es bei Dagmar Mezger der Fall ist. Hier geht es um schlichte, dreckige politische Wäsche – speziell, wenn man sich anschaut, dass die handelnden Personen eben alle so ihre Probleme mit Andrea Ypsilanti haben. Da wurde mal einfach abgerechnet, und zwar gründlich.

Sowas ist widerlich. Andererseits ist es absolut typisch für eine Partei, wie es die SPD ist, die im Grunde an vorderster Front von Karrieristen (Walter) oder Putschisten (Steinmeier, Müntefering) repräsentiert wird. Wobei das ja nicht nur die SPD ist – egal, ob Linke (Lafontaine), Grüne (die unerträgliche Frau Roth), FDP (Guido Westerwelle) oder CDU / CSU (Angie-Baby, Pofalla, Koch, Glos, Seehofer), sie alle nehmen sich da nichts. Und dann wundert man sich noch darüber, dass die Leute Politikern nicht mehr trauen, ihnen kein Wort mehr glauben und letztlich nicht mehr wählen gehen?

Das ist das wirklich Traurige an dieser Situation: Die vollkommene Aussichtlosigkeit, da sich ja auf absehbare Zeit nichts ändern wird.

Es sei denn, jemand tut mal was.