APPLE: Full switch
Dieser Blogbeitrag kann die Gefühle von Apple-Hassern verletzten.
So, Schnauze voll. Nachdem die Herrschaften in Redmond es auch nach gut eineinhalb Jahren nicht geschafft haben, Vista nur mal annähernd so schnell wie ein gutes XP zu bekommen, ich aber keine Lust mehr auf das Vista-Warterädchen hatte, habe ich komplett geswitcht:
Dank Thomas, der vor einigen Tagen gefragt hatte, wie sich die ASP.NET-Entwicklung unter OS X so macht, hab ich es mir selbst nochmal angeschaut: Hmm, naja, etwas langsamer ist es schon. Aber eigentlich nur, wenn man im OS X zwei virtuelle Maschinen parallel betreibt (was unter Vista schon mal fast gar nicht geht) und dazu noch dutzende Mac-Programme am Laufen hat. Eine reine Entwickler-VM mit Windows XP oder Windows 2003 läuft subjektiv nur minimal langsamer, als ein natives Vista.
Jedenfalls läuft es so gut, als dass ich das OS X jetzt als primäres System nehme. Und wenn irgendwann Windows 7 rauskommt und so läuft, wie ich es mir in Bezug auf Performance und Stabilität vorstelle, dann kann ich die VMs ja auch wieder unter Windows nutzen. Wenn…
Weitere Erfahrungsberichte folgen!
Comments(8)
Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen – wie kann man denn überhaupt in einer virtuellen Maschine heutzutage vernünftig entwickeln? Visual Studio 2008 ist für mich eh schon in Sachen Performance an der Grenze des erträglichen (ASP.NET). Wie groß (klein?) sind denn deine Projekte/Solutions? Wie lange dauert dabei z.B. ein Rebuil-All (zum Vergleich)?
Da ich ein Fan (siehe mein Blog) von terminal-basierter Entwicklung bin stellt sich für mich die Frage ob Mac/Win gar nicht, da ich der Meinung bin, dass die Zeit in der ein Entwickler seine EW-Umgebung lokal auf einer HW unter dem Schreibtisch hat in ernstzunehmenden Team-Projekten sowieso bald abläuft… (Für kleine und “Ausprobier”-Projekte natürlich nicht..)
Bin natürlich trotzdem interessiert an weiteren Erfahrungsberichten…
Gerade heutzutage geht es eigentlich ganz nett, dank der in den aktuellen Prozessoren eingebauten Virtualisierungstechnologien. Der Flaschenhals ist hier weniger die reine Kompilierleistung, sondern speziell der parallele Zugriff auf die Platte von Host und Gastsystem bzw. Shared Memory, was wirklich spürbar ausbremst.
Zur Kompilierzeit: Die ist länger, keine Frage. Bei den Projekten, an denen ich so arbeite, fällt das aber – wenn ich ehrlich bin – kaum mehr so ins Gewicht: Wenn Du fünfzehn bis zwanzig Subprojekte kompilieren musst, spielt es keine wirkliche Rolle mehr, ob es zwei Minuten oder zweieinhalb Minuten dauert. Außerdem bin ich Leiden gewohnt – ich habe schon vor Jahren ausschließlich in virtuellen Maschinen entwickelt, weil ich nix von einer lokal installierten Umgebung samt der eventuellen Nachteile hinsichtlich zusätzlicher Komponenten halte. Bei Vista musste ich davon abweichen, weil Vista so lahm war, dass man in der einer VM nicht mehr besonders gut arbeiten konnte (hier hat sich mit dem SP1 allerdings einiges gebessert gehabt), jetzt bin ich halt wieder zurück bei meiner alten Vorgehensweise.
Wie gesagt: Alles reine Gewöhnungsfrage.
Viel konsequenter wäre es doch gewesen, auf dem Vista-Rechner wieder ein XP zu installieren. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Naja, aber OS X hatte ich ja schon drauf. Und XP *nach* Vista zu installieren, ist mir zu anstrengend.
Nö, momentan bin ich glücklich. Allerdings muss ich mir wohl doch ein neues MacBook (Pro?!) zulegen, da ich mehr Arbeitsspeicher will (meins unterstützt nur 3 GB) und eine dedizierte GraKa brauche.
Aber das ist kein Mac-Problem.
Na dann viel Spaß beim Aussuchen!
Oh ja, den werd ich haben. Der wird mir aber beim Bezahlen vergehen, aber das kennt man ja.
Warte aber mal noch ein paar Wochen, Die Mafia aus Cupertino wird ja bald neue Nerd-Drogen in Form von noch schöneren, schnelleren und schlankeren MacBooks auf den Markt schmeißen, wie man munkeln hört.
Auf dem iMac, den wir jetzt im Büro stehen haben, gibt’s übrigens keine wirklichen Geschwindigkeitsprobleme. Mit 2,8er Dual Core CPU, bald 4 GB RAM und einem Hammer-Vista-Leistungsindex verwundert das aber auch nicht.
Die Unterstützung von Mehrkern-Prozessoren scheint sich aber nach Aussage des Kollegen wirklich bemerkbar zu machen, wie du schon schriebst – daher hat er sich nun auch für VMware Fusion und gegen Parallels entschieden.
Wie das Ganze in der Praxis funktioniert wird man wohl in ein paar Wochen sagen können. Für ihn ist es aber ideal, da er primär sowieso Designgeschichten macht und sowieso ein Mac-Benutzer ist/war.
@Daniel: Was machst du, wenn dein Server steht? Dann fällt die komplette Produktion aus, und du schickst deine Leute nach hause. Na prima
. Dann lieber einen Desktop unterm Tisch, den binnen Minuten gegen einen anderen Rechner austauschen und dann in aller Ruhe reparieren kann.
Mache ich doch, ich warte noch auf die neuen MBPs. Momentan habe ich erstmal mein 2er MacBook gegen eines von der 3er-Serie getauscht (das sind die, die 4 GB RAM erkennen und nutzen) und nun rennt es wirklich brauchbar.
Aber wenn die neuen MBPs draußen sind, dann kann man da wahrscheinlich zuschlagen. Es sei denn, die MacBooks bringen auch schon dedizierte Grafikkarten mit. Dann wäre alles gut.
Warten wir mal ab.