Archive for August, 2008

APPLE: MacBook Pro – Die ersten zehn Tage

Ich weiß, es sind noch keine zehn Tage, sondern erst neun. Na und, “zehn” klingt schlicht besser…

In den letzten Tagen habe ich das MBP sehr intensiv genutzt – was Wunder, es ist ja auch mein primäres Notebook. Als Hauptsystem läuft hier Mac OS X 10.5, alle Patches und Updates sind eingespielt. Auf der Windows-Partition tummelt sich ein Vista, das ich aber – wenn ich ehrlich bin – erst zwei Mal angeworfen habe: Einmal zur Installation und einmal per VMWare, um es als Bootcamp-Partition zu missbrauchen.

Leistungsmäßig fällt mir zum Gerät eigentlich nur eines ein: Es rockt. Man kann es nicht anders bezeichnen – alles läuft flüssig und schnell, dennoch bleiben die Lüfter meistens aus. Vista meldet einen Leistungsindex von 5.2 – und der ist der Grafikkarte “geschuldet”, alle anderen Bewertungen liegen teils deutlich höher. Das Display ist die absolute Krönung – speziell, wenn man es mal mit den meisten anderen Notebook-Displays vergleicht: Eine unglaubliche Farbstabilität, auch wenn man von der Seite schaut, sehr hell, keine Pixel-Fehler, äußerst angenehme Auflösung. Apropos Auflösung: Ich werd wohl meinen stationären Monitor austauschen müssen, ich möchte nie wieder mit weniger als 1400×900 Pixeln arbeiten.

Zur Temperaturentwicklung: Auch im laufenden (Entwicklungs-) Betrieb wird das Gerät an der Oberfläche nicht zu heiß. Wenn man es auf dem Tisch betreibt, gibt es keinerlei Probleme. An der Unterseite ist es ziemlich warm, aber mit Hose oder einem Kissen dazwischen o.ä. kann man es auch auf den Oberschenkeln abstellen.

Die Akkulaufzeit ist ebenfalls sehr positiv: Schon bei einem nicht trainierten Akku habe ich beim Entwickeln knapp dreieinhalb Stunden erreicht. Das ist allemal besser, als alles, was mir in den letzten Jahren untergekommen ist. Ein Zweitakku ist für cirka 90 bis 120 EUR erhältlich, das ist durchaus im Rahmen.

Zur Haptik: Das Notebook ist edel. Punkt. Das Aluminium macht enorm was her, ist widerstandsfähig und sehr leicht zu reinigen. Das Tastaturlayout passt auch, die Tastatur liegt definitiv im vorderen Mittelfeld aller von mir bisher benutzten Tastaturen. Das Schreibgefühl ist sehr angenehm. Einziger Kritikpunkt hier: Die Tasten hätten ruhig noch ein wenig größer ausfallen können.

Installation von Software ist Apple-typisch unproblemtisch. Nativ laufen hier Office 2008 Standard, Photoshop Elements 6, VMWare Fusion 1.3 (ich hatte auch mal die 2.0er Beta 2 drauf, die ist aber noch recht instabil), iWorks 08, das iLife-Paket (iTunes, iPhoto, …) und diverse andere Programme (und zum größten Teil laufen die parallel). Entwickelt wird in der VM, das funktioniert aufgrund der schon im Prozessor eingebauten Virtualisierung beeindruckend gut. Einziges Manko: Aero Glass lässt sich in einer Vista VM leider nicht aktivieren, das liegt aber an der von VMWare bereitgestellten virtuellen Grafikkarte, die einfach keine Pixel Shader beherrscht (nein, auch bei Fusion 2 nicht).

Online geht es per WLAN (klar) und HSDPA-Stick (T-Mobile) bzw. HSDPA-Express-Karte (Vodafone). Um nicht ständig die proprietären Treiber und Software-Lösungen der Netzbetreiber nutzen zu müssen, habe ich ein wenig Geld in die Software launch2net investiert, die für alle Netze und die meisten aktuellen Sticks und Karten entsprechende Treiber und Einstellungen mitbringt. Ebenfalls sehr angenehm in der Nutzung.

Was noch? Ach ja: Windows… Nö, beim jetzigen Stand will ich nicht zurück. Das ist die kurze, klare und knappe Ansage. Alles, was nicht mit .NET-Entwicklung zu tun hat, läuft nativ auf dem Mac (inklusive XCode und dem iPhone-SDK), Visual Studio 2008 in einer 2003er VM, Vista gibt es für diverse Buchprojekte (samt der entsprechenden Screenshots) auch noch. Aber nach zehn (neun) Tagen Mac pur bleibt festzuhalten:

Ja, es funktioniert. Ja, das Notebook ist absolute Oberklasse. Ja, ich bleibe erstmal dabei.

GESCHIEHT IHNEN RECHT: eBay-Auktion des Jahres

Da hat jemand einen Ferrari-Schlüssel abzugeben. Ist ja für sich nicht tragisch, wenn nicht die Hintergrundgeschichte wäre:

Ich biete hier meinen alten original Ferrari Schlüssel eines von meiner bescheuerten Ex-Frau geschrotteten Ferrari 360 Modena samt Schlüsselanhänger zum Kauf an.

Meine Olle hatte 2005 meinen hart erarbeiteten Ferrari in Stuttgart in einer 30er Zone quer gestellt und vor eine Hauswand gesetzt. Respekt! Der Wagen war damit ein wirschaftlicher Totalschaden (Zeitwert 120.000€). Spätestens hier hatte ich mir klar werden sollen, dass die Frau selber auch Schrott war!

Der Wagen war zwar Vollkasko versichert, aber meine Frau hatte 0,7 Promille (um 14 Uhr!) und die Versicherung weigerte sich den Schaden zu ersetzen. Mein Anwalt hatte mir vor einem Gerichtsprozess gegen die Versicherung abgeraten. Später sollte er mir zur Scheidung raten…

Zurück nach Stuttgart. Wir wohnten in NRW und ich wollte von ihr wissen, was sie denn in Stuttgart zu tun hatte. “Eine Überraschung für mich,” hatte sie damals geantwortet. Und was für eine Überraschung. Sie hatte natürlich einen Liebhaber in Stuttgart und wohl fleissig Sekt und Champagner mit ihm getrunken.

Meine Ex-Frau hat mich in unseren vier Ehejahren damit neben dem Ferrari gut 800.000€ gekostet, die Scheidung nicht mit eingerechnet.

Hier eine unvollständige und teilweise geschätze Auflistung:

Schuhe: 50.000€

Anziehsachen: 200.000€

Ferrari: 185.000€ (Neupreis)

Versicherung: 12.000€

Sprit: 30.000€

Schmuck: 200.000€

Möbel, etc.: 250.000€

Friseur, Wellness und der ganze Scheiss: 30.000€

Schönheits-Operationen: 70.000€ (es waren viele nötig!)

Naja, vielen Dank, Barbara, ich hab´s doch gerne gemacht! Nun wurde letzten Monat das Scheidungsurteil gesprochen und ich dürfte noch einmal kräfig blechen. Sie sagte, ich hätte in unsere Ehe-Zeit ja auch kräftig von ihr profitiert, andere Steuerklasse und so. Natürlich, Barbara.

Nun verkaufe ich den original Ferrari-Schlüssel, welchen ich eigentlich als Andenken aufbewahren wollte. Aber warum sollte ich mich an eine derart dämliche Frau erinnern wollen? Also jetzt kommt nach meiner Frau auch das zweite Scheiss-Ding weg aus meinem Leben.

Also, wer Lust hat an seinem Schlüsselbund einen echten Ferrari-Schlüssel baumeln zu lassen, dann fleissig bieten. Vielleicht gründe ich von dem Geld einen Verein zur Bekämpfung dämlicher Ehefrauen oder so… Für alle Emanzen: Ich bin auch nicht der Meinung, dass Frauen generell schlecht sind. Also nicht alle. Aber meine definitiv.

Der Schlüssel macht, wenn man es denn möchte, in der Öffentlichkeit schnell Eindruck und man wird häufig von netten Damen angesprochen. Man sollte nur nicht auch den Smart-Schlüssel mit am Schlüsselbund haben oder in Fahradklamotten in die Disco gehen.

Eigentlich ist es bei diesem Text auch schon wurscht, ob es sich um ein Fake handelt, oder ein echtes Schicksal dahinter steht, wobei ich zu ersterem tendiere. Aber wie gesagt: Schick mit einer netten Story hinterlegt. Ich würd denken, der Schlüssel bringt so glatt den doppelten Preis.

(via LawBlog)

POLITIK: Wahrheit über Georgien?

Wahrheit oder Lüge? Spielt das überhaupt eine Rolle?

Hmmm, diese E-Mail bekomme ich momentan nahezu im Minutentakt in meinen SPAM-Ordner:

Ein kleines Mädchen spricht die Wahrheit über georgische Angriffe:

(YouTube (=Google) will das Video nicht populär werden lassen. Trotz über einer Million Aufrufe ist es nicht in Top-Videos zu finden)

2000 Tote innerhalb von 2 Tagen durch georgischen Angriff – RIP Für alle Kinder, Frauen, Männer die durch georgische Angriffe umgekommen sind starten wir diese Aktion.

Wir sind gegen Propaganda in deutschen Medien!

Wir sind keine Medien-Marionetten.

Wir wollten die WAHRHEIT! Wir sind das Volk!

Verbreite diese Nachricht wie ein Lauffeuer! (Emails, Blogs, Foren, ICQ) Zusammen sind wir stark.

Ich würde vorsichtig damit sein, diese E-Mail als bare Münze anzusehen. Es scheint sich hier um klassische Propaganda zu handeln, die diesmal unter dem Deckmäntelchen von Empörungs-E-Mails daher kommt.

Egal, ob es 2, 20, 200, 2000 oder 20000 Tote nach einem russischen, georgischen oder neuseeländischen Angriff waren – man kann mit Gewissheit davon ausgehen, dass die Wahrheit als erstes über den Jordan geht. Neben den vielen tatsächlichen Toten, die meist am allerwenigsten für ihr Schicksal konnten.

Also, Vorsicht bei dieser Art von Information. Hier soll augenscheinlich nur manipuliert werden. Das sollte aber nicht davon abhalten, sich auch mal ein eigenes Bild zu machen, denn auch die deutsche Berichterstattung ist nicht in jedem Fall ausgewogen und neutral (wie kann sie auch?).

Das betrifft aber nicht nur irgendwelche Kriege, sondern sollte jeden Tag bei jedem Thema geschehen.

APPLE: Gekauft

Jajaja, ich weiß: Im September kommen die neuen. Oder im Oktober. Aber, was soll ich sagen? Die technischen Daten haben gepasst, das aktuelle Design gefällt mir sehr gut, Mac House hat einen sehr günstigen Preis, heute war besch***es Wetter, und überhaupt: Ich wollte es so.

Ach so, was ich gekauft habe?

Das hier:

macbookpro.jpg

Lecker, gelle?

Besonders lecker sind die technischen Daten:

  • Core 2 Duo 2,4 GHz
  • 4 GByte RAM
  • 320 GByte Festplatte
  • DVD-Brenner
  • 1400×900 Display, matt, 15 Zoll
  • DVI-Ausgang
  • Alu-Gehäuse

Und was die Hitze anbelangt (manch Kollege hat sein MacBook Pro deshalb zurück gehen lassen): Ich find sie erträglich, auch auf dem Schoß. Und ein wenig Wärme an den … hmmm… Weichteilen schadet ja speziell im Winter auch nicht.

WELTHERRSCHAFT: Happy Birthday, Operator!

Wenn mich mein Kalendar nicht völlig im Stich gelassen hat, hat der Operator! heute Geburtstag.

Na denn: Alles Liebe, alles Gute, Gesundheit, Glück, Schönheit, Erfolg. Sack. :-)

APPLE: Ecto statt Windows Live Writer

Auch wenn es sich nicht jedem erschließt, warum man so ein Stück Software haben will: Zumindest gibt es das.

Die Rede ist von einem Blogging-Client für den Mac, analog zum Windows Live Writer, der bei mir in meiner W2K3-VM (ich erklär nochmal später, warum ein Server-OS auf einem Client) nicht richtig läuft bzw. sich nicht in einer aktuellen Version ohne Gefrickel installieren lässt.

Also, dieser Blogging-Client heißt Ecto, ist Kaufware, kostet nach Ablauf der Testperiode 17,99 EUR und macht nach den ersten Tests einen sehr netten Eindruck:

ecto.png

Jetzt wird er erst mal eingesetzt, um dann bei Ablauf der Testphase eventuell käuflich erworben zu werden. Ist ja so eine Spezialität von Apple-Benutzern, dieses Kaufen von Software.

Ach so, Nachtrag: Dieser Beitrag wurde natürlich per Ecto geschrieben. Klar.

MICROSOFT: Windows Live nur für Consumer-Systeme

Achtung. Dieser Beitrag ist polemisch.

Es hat mich schonmal bei der Installation von Windows 2008 geärgert, jetzt tut es das wieder: Wer ist eigentlich auf die total depperte Idee gekommen, Windows Live-Produkte nur noch für die Consumer-Systeme (XP, Vista) und nicht mehr für die Server-Systeme (oder das, was man in Redmond dafür hält) bereit zu stellen? Admins chatten nicht per Messenger, hä? Und Entwickler sind keine Blogger, die sich über einen Live Writer freuen würden, was?

Junge, Junge…

APPLE: Full switch

Dieser Blogbeitrag kann die Gefühle von Apple-Hassern verletzten.

So, Schnauze voll. Nachdem die Herrschaften in Redmond es auch nach gut eineinhalb Jahren nicht geschafft haben, Vista nur mal annähernd so schnell wie ein gutes XP zu bekommen, ich aber keine Lust mehr auf das Vista-Warterädchen hatte, habe ich komplett geswitcht:

xp_vista

Dank Thomas, der vor einigen Tagen gefragt hatte, wie sich die ASP.NET-Entwicklung unter OS X so macht, hab ich es mir selbst nochmal angeschaut: Hmm, naja, etwas langsamer ist es schon. Aber eigentlich nur, wenn man im OS X zwei virtuelle Maschinen parallel betreibt (was unter Vista schon mal fast gar nicht geht) und dazu noch dutzende Mac-Programme am Laufen hat. Eine reine Entwickler-VM mit Windows XP oder Windows 2003 läuft subjektiv nur minimal langsamer, als ein natives Vista.

Jedenfalls läuft es so gut, als dass ich das OS X jetzt als primäres System nehme. Und wenn irgendwann Windows 7 rauskommt und so läuft, wie ich es mir in Bezug auf Performance und Stabilität vorstelle, dann kann ich die VMs ja auch wieder unter Windows nutzen. Wenn…

Weitere Erfahrungsberichte folgen!