HOW-TO: VMWare Fusion und mehrere Partitionen

Nachdem man erfolgreich mehrere Windows-Partitionen auf dem Apple-Rechenknecht angelegt hat, bietet es sich an, diese Partitionen (und vor allem das bereits installierte Windows) mit VMWare Fusion zu nutzen. Die standardmäßige Bootcamp-VM erkennt dabei zwar die System-Partitition, bietet aber keine Möglichkeit über die Oberfläche, die andere(n) Partition(en) zu mounten.

Hier hilft es, auf die Kommandozeile (Terminal) herabzusteigen und ein wenig Handarbeit zu leisten. Zuvor sollte man im Finder ein neues Verzeichnis für die zu erzeugenden vmdk-Dateien von VMWare anlegen – etwa /User//Documents/VMDKs. Anschließend geht es ab auf die Tiefen der Kommandozeile. Hier sind folgende Aktionen notwendig:

  • Wechseln ins VMWare-Fusion-Verzeichnis:

    cd “/Library/Application Support/VMWare Fusion”

  • Anlegen einer vmdk-Datei zur Repräsentation einer physischen Partition der Platte – vorher ggf. per Festplatten-Dienstprogramm o.ä. nach der korrekten Partitionsnummer schauen (disk0s3 würde auf die 3. Partition hinweisen…), die vmdk-Datei im vorhin angelegten Ordner als “system.vmdk” speichern (die Dateiendung wird automatisch vergeben), Festplattentyp ist IDE, für jede Partition wiederholen

    sudo ./vmware-rawdiskCreator /dev/disk0 “/User//Documents/VMDKs/system” ide

  • Ins Verzeichnis der vmdk-Dateien wechseln

    cd “/Users//Documents/VMDKs”
  • Per chmod geeignete Rechte geben (der Einfachheit halber 777, andere (geringere) Rechte sollten auch funktionieren dürfen)

    sudo chmod 777 *.vmdk

Nun muss man nur noch eine neue virtuelle Maschine einrichten. Das kann ruhig über den Assistenten geschehen, danach sollte VMWare Fusion beendet werden. Die so eingerichtete VM liegt von Haus aus im Verzeichnis /Users//Documents/Virtuelle Maschinen. Geht man per Finder dort hin, sieht man eine Datei namens .vmwarevm (ggf. zuvor die Anzeige der Dateiendungen einschalten). Einfach mal umbenennen, das Ding – etwa, in dem der Punkt durch einen Unterstrich ersetzt wird. Nun kann man nämlich auch per Finder ins Verzeichnis reinschauen und mit einem Text-Editor seiner Wahl die vmx-Datei bearbeiten.

Hier müssen dann nur noch die vmdk-Dateien richtig eingetragen werden:

  • Eintragen der Partitionen (ide0:0 sollte stets die Boot-Partition sein):
    ide0:0.present = “TRUE”
    ide0:0.fileName = “/Users//Documents/VMDKs/ .vmdk”
    ide1:0.present = “TRUE”
    ide1:0.fileName = “/Users//Documents/VMDKs/ .vmdk”

Anschließend kann VMWare Fusion neu gestartet werden. Schaut man sich dann die Eigenschaften der virtuellen Maschine an, sieht man, dass es nun mehrere Festplatten gibt, deren Informationen nicht editierbar sind und die jeweils scheinbar über die Komplettgröße der echten Festplatte verfügen.

Damit ist man durch. Doof nur, dass man die oben gezeigten Schritte jedes Mal erneut vornehmen muss, wenn die Festplatte umpartitioniert worden ist oder wenn sich der MBR der Windows-Partition geändert hat (letzteres ist vielleicht doch nicht immer nötig, den Fall hatte ich nur schon einmal).

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