Archive for Januar, 2008

COFFEESHOP: McCafe vs. Balzac vs. Starbucks

Nee, was habe ich mich über diese Vorlage vom Kollegen von der Administrationsfront gefreut: Der fragt sich doch tatsächlich, ob er mich irgendwann im McCafe erwischen würde.

Kurze Antwort: Sicher doch. Wenn die Hölle zufriert.

Lange Antwort: McCafe ist der jüngste Spross des Kronjuwels amerikanischer Gastfreundlichkeit, McDoof McDonalds. Die richten nämlich in ihren “Restaurants” behagliche Ecken ein, in denen besser gekleidetes Personal Kaffeespezialitäten verkauft. Der Begriff “Kaffeespezialitäten” ist dabei aus dem Sprachgebrauch von McDonalds entlehnt – mir würde er nicht ernsthaft in den Sinn kommen. Zwar ist es so, dass die Qualität des Kaffees deutlich besser geworden ist, aber verglichen mit echten Coffeeshops – etwa Balzac oder Starbucks – ist man doch sehr viel näher an der Bäcker-Brühe, denn am richtigen Geschmack dran.

Ein kurzer Vergleich aus dem Kopf heraus soll dies verdeutlichen:

McCafe
Der Kaffee (Caffe Latte) schmeckt industriell. Er ist weder besonders aromatisch, noch in irgendeiner Form speziell. Das Beste ist noch der Preis: Irgendwas um drei Euro legt man für eine große Portition (grande, cirka 450-500ml) hin. Dazu kommt: Es ist bei aller Umdekorierung nach wie vor ein McDonalds. Mit dem entsprechenden Publikum, dem entsprechenden Geruch und der entsprechenden Lautstärke. Nö, das muss nur sein, wenn nix anderes in der Gegend offen hat.

Lieblings-McCafe: Keiner.
Lieblings-Kaffee: Keiner.
Lieblings-Essen: *ROTFL*

Balzac
Der Kaffee (Caffe Latte) schmeckt kräftig. Er hat einen dunklen Geschmack und ist empfehlenswert. Ein Grande Latte kostet um 3,20 EUR, im Becher sind dann zwischen 450-500ml. Die Coffeeshops sind in dunklen Tönen gehalten, es gibt angenehme Hintergrundmusik, das Publikum ist in aller Regel intellektueller angehaucht, als dies bei den Konkurrenten der Fall ist, da die Coffeeshops eben nicht McDoof oder Starbucks heißen. Leckere Spezialitäten und seit April 2007 gibt es ein generelles Rauchverbot. Leider mangelt es etwas am Service (nicht an der Freundlichkeit oder dem Personal!): Es gibt keine Sleeves für die Kaffeebecher (man verbrennt sich also stets die Pfoten) und WLAN ist leider nicht standardmäßig verfügbar. Aber: Die Zuckerportionen sind groß und das Personal sehr freundlich.

Lieblings-Balzac: Schönhauser Allee, Berlin.
Lieblings-Kaffee: Grande Latte Extra Shot (3,80 EUR).
Lieblings-Essen: Tomate-Mozzarella-Bagel (3,50 EUR).

Starbucks
Das Original! Abgesehen vom Markennamen gibt es gute Gründe, hier mal vorbei zu schauen. Der Kaffee (Caffe Latte) schmeckt eher fein. Er hat einen hellen Geschmack und ist definitiv sehr lecker. Ein Venti Latte (irgendwas um 620ml) kostet 3,80 EUR. Die Läden sind weltweit identisch eingerichtet – Brauntöne und Stoffsessel dominieren die Szene. Die Musik ist angenehm, wiederholt sich allerdings häufiger. Im Starbucks gab es schon immer ein Rauchverbot. Das Publikum ist quer durch den Gemüsegarten gemischt – Jung und Alt lassen sich halt von der Werbung einlullen. Der Service stimmt: WLAN und Sleeves gibt es fast immer, im Zweifelsfall muss mal nachgefragt werden. Negativ: Die Zuckerportionen werden immer kleiner.

Lieblings-Starbucks in Berlin: Hackescher Markt
Lieblings-Starbucks am Alex: Starbucks unterm Fernsehturm
Lieblings-Starbucks International: Original-Starbucks in Seattle am Pikes Market
Lieblings-Kaffee: Venti Creme Brulee Latte ohne Sahne (nur Weihnachtszeit, 4,90 EUR), sonst Venti Triple-Shot Latte (4,30 EUR)
Lieblings-Essen: Ham & Cheese-Baguette.

Reihenfolge
Müsste ich wählen, wäre meine Reihenfolge: Starbucks sehr knapp vor Balzac (hauptsächlich wegen des fehlenden WLANs) und dann lange nix. Dann lange nix, eine Weile garnichts und dann wieder nix. Dann die Bäcker-Kaffees und dann lange nichts. Dann wieder nichts und nochmal nichts. Dann irgendwann McCafe sehr knapp vor den Tankstellen-Kaffees.

Über andere Coffeeshops berichte ich mal bei Gelegenheit. Liebe Grüße aus dem Starbucks.

MUSIKE: Jetzt weiß ich, was fehlt!

Es wird echt mal wieder Zeit für ein neues Rosenstolz-Album, oder?

AHA: Bills letzter Tag bei Microsoft

Ja, ich habs mir genau so vorgestellt: Bills letzter Tag bei Microsoft.

Bill Gates Last Day CES Clip
Bill Gates Last Day CES Clip

.NET CF: Erste Applikation mit dem CompactFramework (III)

Bisher haben Sie eine .NET CompactFramework-Applikation angelegt und deployed. Nun wird es Zeit, diese Applikation um ein Menü zu ergänzen.

6. Menüpunkte hinzufügen
Beim Standard-Template für eine mobile Applikation wird automatisch ein Menü-Control mit angelegt. Dieses ist von Hause aus leer. Möchten Sie Menüpunkte hinzufügen, klicken Sie entweder in den hellblauen Bereich am unteren Rand des Geräts oder klicken auf das mainMenu1-Steuerelement und wählen aus dem Aufgaben-Menü (kleiner Pfeil oberhalb des Steuerelements) den Eintrag Menü bearbeiten / Edit menu. So oder so  können Sie nun einzelne Menüpunkte anlegen, indem Sie deren Namen eingeben.


Fügen Sie drei Menüpunkte ein – Datei, Über und Beenden.

7. Reaktion auf die Aktivierung eines Menüpunktes
Auch beim .NET CompactFramework findet die Interaktion mit dem Benutzer mit Hilfe von Ereignissen statt. Analog zum normalen .NET-Framework binden Sie die Behandlungsmethoden durch Delegaten. Zu komplex? Machen Sie einfach einen Doppelklick auf den neu angelegten Menüpunkt Beenden und Sie werden feststellen, dass die IDE Ihnen automatisch eine Behandlungsmethode generiert. Fügen Sie innerhalb dieser Methode (der Name mag vom hier gezeigten Beispiel abweichen) folgenden Code ein:

///

/// Click auf das Beenden-Menüelement
///

private void menuItem2_Click(object sender, EventArgs e)
{
   // Fragen, ob die Applikation wirklich beendet werden soll
   if (MessageBox.Show(“Applikation wirklich beenden?”, “RssReaderCF”,
         MessageBoxButtons.YesNo, MessageBoxIcon.Question,
         MessageBoxDefaultButton.Button1) == DialogResult.Yes)
   {
      // Ja, soll sie
      Application.Exit();
   }
}

Die Aufgabe dieses Codes ist einfach: Er zeigt eine MessageBox an, die dem Benutzer die Auswahl gibt, die Applikation zu beenden oder diesen Vorgang abzubrechen. Stimmt er der Abfrage zu, wird die Applikation schlicht beendet. Schluss, aus, vorbei.


Im nächsten Teil der Serie – der in einigen Tagen folgt – werden wir uns fortgeschritteneren Themen widmen: Anzeigen eines weiteren Fensters, Öffnen eines Links im Browser, Anlegen einer neuen E-Mail im PocketOutlook.

Stay tuned. :-)

.NET CF: Erste Applikation mit dem CompactFramework (II)

Im ersten Teil dieser Serie haben Sie eine erste Applikation für das .NET CompactFramework angelegt. Nun wird es Zeit, ein wenig damit zu experiementieren.

3. Titel der Applikation festlegen
Wie auch bei Windows Forms-Applikationen können Sie den Titel des Formulars in dessen Eigenschaften festlegen. Klicken Sie zu diesem Zweck einmal auf das Formular und suchen Sie im Eigenschaften-Fenster nach der Eigenschaft Text.

4. Schritt: Erstmaliges Debuggen
Nachdem die erste Applikation nun angelegt worden, können Sie sie bereits testweise ausführen. Dies funktioniert ohne die Installation von Zusatzsoftware, denn das Visual Studio bringt einen Emulator für die verschiedenen Formen von Windows Mobile-Geräten bereits mit. Debuggen Sie also die Applikation, indem Sie auf das kleine Debug-Symbol (grüner Pfeil nach rechts) in der Entwicklungsumgebung klicken. Anschließend öffnet sich ein Fenster zur Auswahl des Geräts, wobei sowohl emulierte Geräte mit unterschiedlichen Displayformaten, als auch tatsächlich dem System bekannte Windows Mobile Geräte angeboten werden. Sinnvollerweise entscheiden Sie sich an dieser Stelle für eines der emulierten Windows Mobile-Geräte:


5. Auf dem Gerät
Die soeben angelegte Applikation wird nun auf dem Gerät deployed und anschließend automatisch gestartet. Geben Sie dem Emulator ein wenig Zeit – janz so schnell geht das dann auch wieder nicht…


Schließen Sie die Applikation durch einen Klick auf das kleine X oben links. Anschließend können Sie den Emulator beenden. Wundern Sie sich nicht über die Fehlermeldung – die gehört dazu.

Im nächsten Teil werden wir einige Menüpunkte anlegen und auf deren Betätigung reagieren.

.NET CF: Erste Applikation mit dem CompactFramework

Das .NET CompactFramework ist die .NET-Version für mobile Geräte. Seit Windows Mobile 2003 SE steht es in der durchaus brauchbaren Version 2.0 zur Verfügung. Wer bereits einmal mit Windows Forms programmiert hat, wird mit dem CF schnell heimisch, denn das CompactFramework ist – pauschal beschrieben – eine abgespeckte Version des Standard-.NET-Frameworks.

Der Einstieg in die Entwicklung mit dem .NET CompactFramework ist deshalb nicht wirklich schwer. Im Folgenden wird dies anhand einer losen Serie dargestellt, in deren Verlauf ein einfacher RSS-Reader für Windows Mobile (Professional) entwickelt werden soll.

1. Neues Projekt anlegen
Im ersten Schritt wird ein neues Projekt angelegt. Der notwendige Projekttyp ist bei meinem englischen Visual Studio 2008 Smart Device.

Neues Projekt anlegen

2. Zielsystem auswählen
Im zweiten Schritt muss ein Zielsystem ausgewählt werden. In diesem Fall wird als Zielsystem Windows Mobile 5 mit der .NET CompactFramework Version 2.0 festgelegt. Der Projekttyp ist Device Application.

Zielplattform festlegen
Ein Klick auf die Schaltfläche Ok öffnet die Entwicklungsumgebung mit dem ersten Formular im Windows Mobile-Look & Feel.

Mehr dazu im nächsten Teil.

SYSTEMMITTEILUNG: Alt wie ein Sack…

…ist der Kollege Waitz geworden – aber er sieht nicht so aus. ;-)

Alles Liebe, Wilko.

SYSTEMMITTEILUNG: Me too (II)

An alle Leser: Frohes und gesundes neues Jahr. Viel Glück. Mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen. Frieden.

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