Archive for März, 2005

Wann sollte man aufhören, mit einem Kunden zusammen zu arbeiten?

Wann genau muss man die Zusammenarbeit mit einem Kunden einstellen?

Hier ein paar Zeitpunkte zur Auswahl:

  • Wenn zugesagte Zahlungen ohne Information ausbleiben bzw. mit deutlicher Verspätung erfolgen?
  • Wenn es kein konzeptionelles, sondern ein rein iteratives Arbeiten gibt?
  • Wenn zugesagte Zuarbeiten ausbleiben?
  • Wenn zugesagte Aufträge nicht abgerufen werden?
  • Wenn ein gutes partnerschaftliches Verhältnis mit falscher Vertraulichkeit verwechselt wird?
  • Wenn jede Aussage nur noch persönlich genommen wird?
  • Wenn persönliche Angriffe seitens des Kunden erfolgen?
  • Alles zusammen?

Bei mir war es heute bei einem nunmehr ehemaligen Kunden der letzte Punkt.

Windows Server 2003 SP1

Der Service-Pack 1 zu Windows Server 2003 ist erschienen! Download und Installation über Windows Update oder die Microsoft Download-Seite:

Wer das SP1 nicht installiert oder zumindest eine Installation prüft, hat das Thema Sicherheit nicht verstanden!

J2EE Codebook im Anmarsch…

Nachdem Tommy auch alles fertig hat, wird jetzt das J2EE Codebook vom Verlag für den Druck vorbereitet. Wenn alles klar geht, ist es in vier bis sechs Wochen im Handel!

Und unter uns: Das Buch wird ein Hammer – jede Menge J2EE-Themen von Basics (JSPs, Servlets, Taglibs) über Web-Frameworks (Struts, Java Server Faces), XML, XSLT, WebServices bis hin zu Persistenz-Frameworks, JNDI und JDBC. Und in bester Codebook-Manier in Rezept-Form.

Vorbestellung bei Amazon:

Übrigens: Die Autoren kann man auch buchen: Als Entwickler, Trainer und Berater. Im .NET und J2EE-Umfeld. Beispielsweise hier.

Wie macht man sich mit einem Blog wirklich zum Klops?

Ganz einfach: Besuche einen Kurs für Manager, der sich mit dem entsprechenden Thema befasst:

Da geben dann “Insider” anderen PR-Profis (eigentlich ein Widerspruch in sich) und Entscheidern (oder solchen, die es gerne wären) Anleitungen, wie sie “das Medium” für sich nutzen können.

Jungs, kommt mal runter: Wer für einen solchen Workshop Geld hinlegt, ist wirklich arm dran. Denn heraus kommt dann so ein Mist, wie bei diesem Boing-Typen, dem wohl auch einer gesagt haben muss, daß er dreißig Jahre jünger wirken könnte, wenn er bloggen würde:

Schwachmatig, peinlich und zutiefst Marketing-Abteilungs-Typisch. Der Typ, der den Blog-Kurs hält, passt aber selbst dazu:

Ein PR-Blogger. ROTFL. Naja, eigentlich nicht. Mehr peinlich.

Hier wird das Boing-Blog cool verrissen:

Übrigens: Wer sich ordentlich im Web verkaufen will, kann sich von mir beraten lassen. Und glücklicherweise nicht nur rund ums Blogging. :-D

Sieg der DAUheit

Golem hat berichtet, das 31% aller User auf SPAM-Mails reagieren:

10% aller User haben nicht nur auf SPAMs reagiert, sondern tatsächlich schon eines der beworbenen Produkte (Penis-Verlängerungen, Viagra, Kredite, etc.) konsumiert bzw. erworben.

Klingt fürchterlich, passt aber zum Zustand der Gesellschaft. Danke BILD, danke Saturn! :-(

Firefox 1.0.2 behebt Sicherheitslücken…

…deshalb sollte man ihn sich zeitnah runter laden und installieren:

Gleichzeitig ist auch Mozilla 1.7.6 in Deutsch erschienen. Download unter:

Übrigens gibt es ab sofort keine Firefox-ZIP-Archive mehr, meldet Golem:

ZIP-Archive gibt es zukünftig nur noch für Nightly Builds. Warum auch immer das sinnvoll sein mag…

Gerade im ITMS gekauft…

…und für gut befunden:

  • Michael Bublé ”It’s Time”: Sehr schönes, jazziges und entspanntes Album. Schöne Stimme.
  • Paul Anka “Rock Swings”: War Album der Woche auf Radio1, jetzt gekauft. Sehr entspannte Interpretationen von Rock-Klassikern im Swing-Stil.
  • Silbermond “Verschwende Deine Zeit” und Juli “Es ist Juli”: Neben Rosenstolz, Virginia Jetzt! und Wir sind Helden die derzeit besten beiden deutschsprachigen Rock-Alben. Rockig und auch soft, coole Texte. Jeden Cent wert!

 

SQL Server 2005 Hands on Labs

Gerade bei Shinja gefunden und für nützlich erachtet:

Good news? Bad news? VS.NET wird ab 49,– Dollar kosten

Microsoft hat sich entschlossen, die Express-Edition vom VS.NET 2005 ab 49,– Dollar anzubieten:

Einerseits ist dies zwar keinesfalls zu viel Geld für eine derart leistungsfähige Umgebung, andererseits (und deshalb bedauere ich es auch ein wenig) erreicht man damit nach wie vor nicht die Ein- und Umsteiger, die .NET samt IDE einfach nur einmal ausprobieren wollen. Anders als bei Java / J2EE gibt es somit keine leistungsfähige und kostenlose IDE, die den Einstieg schmackhaft macht. Ich finds schade – schade für .NET.

Panikmache von Symantec

Wie schon zuvor bei Mobiltelefonen und Autos versuchen die einschlägigen Anti-Viren-Hersteller nun, Anwender von Nicht-Windows-Systemen in Angst und Panik zu versetzen, um ihre Produkte an den Endkunden zu bringen:

Neben allgemeinem Gebrabbel über die potentiellen Gefahren von Viren auf dem Mac wird hier auch befürchtet, dass der Mac Mini die Anzahl von Anwendern, deren Systeme nicht sicher seien, erhöhen könnte. Und genau das ist der Kern der Aussage – allerdings muss es IMHO anders herum betrachtet werden: Symantecs Zielgruppe sind genau diese auf dem Apple unbedarften Benutzer, die sich schnell ins Bockshorn jagen lassen. Insofern stimmt es, dass mit der Anzahl von Mac Minis auch die Anzahl von unbedarften Nutzern wachsen würde – und damit aber auch die Anzahl der Benutzer, die sich durch solche unspezifischen Aussagen Angst und Bange machen lassen.

Eigentlich müsste die Nachricht lauten: Der Marktanteil von Apple wird langsam wieder groß genug, um auch von Symantec & Co. wahrgenommen zu werden. Da entstehen Märkte, und die will man nicht unbeackert lassen. Selbstverständlich rein im Sinne der Sicherheit des Kunden.

Civilization fürs Mobiltelefon!

Klasse Nachricht für alle CIV-Freaks: Civilization soll auf das Mobiltelefon portiert werden:

Wenn heute nicht erst der 17. März wäre, hätte ich an einen Scherz geglaubt, aber so… :-D

Klar, der Nutzen mag nicht so recht ersichtlich sein, aber andererseits hätte ich nun auch in der Straßenbahn die Möglichkeit, CIV zu spielen. Eigentlich muss ich es anders formulieren: Endlich käme ich mal wieder dazu, CIV zu spielen. Ich hoffe nur, dass sich das Spiel nicht an CIV III orientiert, sondern mehr zu den Wurzeln zurückkehrt. Eine Mischung aus CIV I / II und CtP I / II wäre genial.

Tschüß, VB6!

Manchmal muss man auch loslassen können: Der Mainstream-Support von VB6 läuft Ende März 2005 aus, und nun versuchen viele Benutzer des “klassischen” Visual Basics, dieses Produkt zu erhalten und weiterentwickeln zu lassen, meldet Golem:

Die Petition kann unter

eingesehen und unterschrieben werden.

Soweit die Tatsachen. Jetzt die Polemik: Ich finde, VB6 sollte endgültig sterben! Und zwar ein für alle Mal! Weg damit! Weder entspricht die Sprache noch dem, was heute eine moderne Programmiersprache ausmacht (Stichwort: Objektorientierung), noch ist die zugehörige IDE auf einem vernünftigen und heute noch zeitgemäßen Stand. Das einzige Feature, das beim Visual Studio 6 super war und beim VS.NET (2002 / 2003) fehlt, ist “Edit & Continue”. Aber: Dieses Feature kommt beim VS.NET 2005.

Die Vorteile auch der aktuellen VB.NET-Versionen gegenüber dem klassischen VB6 überwiegen meiner Meinung nach aber deutlich – als Stichworte seien vollständige Objekt-Orientierung, der sehr viel größere Funktionsumfang der Sprache und der Verzicht auf die DLL-Hölle und auf COM genannt. Und wer unbedingt COM-Komponenten einsetzen möchte, kann das selbstverständlich auch tun. Übrigens lassen sich COM-Komponenten (Unmanaged Code) sehr einfach mit C++ und in Grenzen mit C# erstellen. Und .NET-Komponenten, die sich aus COM-Komponenten und Standard-Applikationen heraus einbinden lassen, gehen ebenfalls. Sogar mit VB.NET! Natürlich erfordert es ein gerütteltes Maß an Umdenken, wenn man von VB6 auf VB.NET umsteigt – aber sorry Leute, das wird euch niemand abnehmen können.

Wer bisher nicht auf VB.NET (oder C# oder gar Java) umgestiegen ist, wird nun dazu gezwungen. Ich finde: Bravo Microsoft! Die Petition werde ich ganz sicher nicht unterschreiben.

Tschüß, Mozilla!

Die Mozilla Foundation stellt mit sofortiger Wirkung die Weiterentwicklung ihre Browser-Suite Mozilla ein, da diese durch Firefox und Thunderbird überflüssig geworden ist. Der aktuelle 1.7.x-Zweig wird noch weiter gepflegt, aber eine Version 1.8 wird es definitiv nicht mehr geben. 

Die freiwerdenden Ressourcen werden in den Browser Firefox und das Email-Programm Thunderbird gesteckt:

Ich finde: Gute Entscheidung! Die Entwicklung von schlanken Applikationen wie Firefox oder Thunderbird ist IMHO viel zielführender als das Bauen an solchen Riesen-Baustellen wie Mozilla – da werden allein durch die Koordinierung und die Abstimmung der verschiedenen Komponenten jede Menge Ressourcen gebunden.

CeBIT zum Vergessen…

Wirklich: Das war dieses Jahr die schlechteste CeBIT seit langer Zeit, die ich besucht habe: Kaum Innovationen (jedenfalls nix, was den Besuch wert gewesen wäre), nur halb genutzte Hallen (die andere Hälfte war entweder verhängt oder als ganz besonders großer Eingangsbereich ausgeführt), wenig Publikum (und das zum Teil auch noch vom Typ dieser Anzug-Träger, die ihre 100,– EUR Anzüge zur Schau tragen), verquarzte Restaurants, komplett überhöhte Preise (eine Curry-Wurst für 7,50 EUR!!!) und ganz allgemein kein Profil, denn IT-Fachthemen werden mit Telekommunikations-Krempel und bunten PC-Gehäusen fröhlich gemischt. Sehr viele Aussteller aus Fern-Ost (China, Taiwan), die ganz besonders kleine Stände gebucht haben (2x 2 Meter).

Also, wenn ich die Karte nicht gesponsored bekommen hätte, wäre mein Ärger groß gewesen: Keine Leistung, aber maximalen Preis verlangen. Neee, CeBIT: So nicht!

Heute im iTunes gekauft…

…Nach einer Empfehlung von SPIEGEL ONLINE:

  • John Legend: “Get Lifted”

Soulig, cool, etwas jazzig. Sehr entspannend.

Kannst Du sie nicht schlagen, dann hol sie zu Dir…

…sagte sich wohl William H. Gates und griff zu:

Und gekauft worden ist die Firma des Mannes, der den wohl ärgsten Outlook-Konkurrent der 90er Jahre entwickelt hat: Groove Networks (http://www.groove.net/) von Ray Ozzie. Die haben eine Technologie entwickelt, die Microsoft für Office einsetzen will: Eine Art P2P-Netzwerk, das es erlaubt, Groupware-Komponenten auch ohne zentralen Server zu betreiben.

Dummfug mit Beleuchtung

Nu spinnense völlig, die Sachsen: Eine Dresdner Firma will Straßenlaternen zur Vernetzung nutzen. Tolle Idee eigentlich. Nur: Wo ist der Sinn? Bluetooth per Straßenlaterne? WLAN mit Beleuchtung? Ich blicks einfach nicht!

Mehr hier: http://www.golem.de/0503/36785.html.

Es funktioniert immer noch…

Unglaublich, was mir vorhin passiert ist: Ich sitze gemütlich im Starbucks, um meinen Grande Latte zu trinken. Plötzlich quatscht mich vom Nebentisch einer an, ob ich ihm kurz mit seinem Mobiltelefon helfen könne – klar, kein Problem. Danach will er sich aber irgendwie weiter unterhalten und präsentiert mir etwas, das das herkömmliche Lotto in weniger als einem Jahr pleite machen würde: Tipp Dich reich (oder so ähnlich).

Das Prinzip ist etwas verworren, aber schnell erzählt: Man kaufe einen System-Spielschein für 120,– EUR. Damit kann man dann schon mal sehr reich werden – und das quasi zum Nulltarif, denn ein gewöhnlicher Lotto-Systemschein koste weit über 1.000,– EUR. Also hat man da schon mal echt gespart. Nun werbe man drei Leute, die sich auch einen derartigen Spielschein kaufen, und schon spielt man Zeit seines Lebens für umsonst. Geil, oder?

Reicht aber noch nicht. Denn die drei geworbenen Leute werben jetzt auch wieder drei Leute, und die jeweils auch. Nun bekommt man vom System-Anbieter einen Ford Fiesta oder einen Ford Focus gestellt – kostenlos natürlich! Ach so, ich vergaß: Bei den ersten drei Leuten erhält man auch noch 10% Umsatz-Beteiligung, bei den von denen geworbenen Leuten dann noch 9%, dann 8%, etc. In der fünften Ebene bekommt man einen Mercedes, in der neunten Ebene (oder so) ein Haus. Und in der zehnten Ebene hat man alle sechs Monate 150.000,– EUR Einnahmen.

Aaaaber, nun möge man einwerfen, dass das Ganze doch stark nach einem Schneeball-Prinzip rieche und auch so aussehe. Aber nein, das sieht nur so aus… Es geht dabei für die Initiatoren gar nicht um Bereicherung, sondern die sind nur unglücklich mit der Gewinnausschüttung beim Lotto… :-D

Soweit der Psalm, der mir da vorgebetet worden ist. Und, was soll ich sagen: Der Typ hat da tatsächlich unterschrieben! Und die 120,– EUR werden in ein paar Tagen auch abgebucht! Nun ist er nur noch auf der Suche nach ein paar Mitspielern – er kenne da genügend Leute in Dresden und Chemnitz und Umgebung…

Ich würde drüber lachen, wenn da nicht zwei Punkte wären: Der Typ glaubt wirklich dran und hat bezahlt, obwohl er gerade von seinem Chef gefeuert worden ist. Und: Die Masche wird funktionieren, denn es sind alle Schlüsselbegriffe drin, die es braucht, um Leute mit der immer gleichen Masche rein zu legen: Geld, Lotto, Autos, Häuser, Millionen. Ach ja: Ein Rücktrittsrecht gibt es auch – da sieht man mal, wie seriös die Sache ist. Denn Betrüger würden das Rücktrittsrecht ja nie einräumen…

Schlimm sowas!